Rosemarie Kaltenbach: Rat in Rheinberg wählt Beigeordnete wieder

Ratssitzung : Rat wählt Beigeordnete wieder

Kein Traumergebnis für Rosemarie Kaltenbach – aber sie wird ihre Arbeit fortsetzen.

Rosemarie Kaltenbach ist für weitere acht Jahre zur Beigeordneten der Stadt Rheinberg gewählt worden. Die Wahl erfolgte in der Ratssitzung am Dienstagabend. Und sie erfolgte geheim. Das beantragte CDU-Fraktionsvorsitzender Erich Weisser. Wenig überraschend, denn es ist kein Geheimnis, dass sich Teile der CDU schwer tun mit Rosemarie Kaltenbach, die SPD-Mitglied ist und bei der Kommunalwahl 2015 als Bürgermeister-Kandidatin für die SPD ins Rennen gegangen ist. Nach der Niederlage arbeitete sie weiterhin engagiert als Beigeordnete für die Stadt. 2016 übernahm sie zusätzlich zum Personalwesen und dem Dienstleistungsbetrieb auch noch den Bereich Jugend und Soziales.

25 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen und eine ungültige Stimme: Was die Stimmenzähler Christina Schmalz (Grüne) und Andreas Erasmus (Linke) nach de Stimmabgabe ermittelten, war alles andere als ein Traumergebnis. Kaltenbach nahm es gelassen, dankte für das Vertrauen und dankte insbesondere ihren Kollegen, die sie „das eine oder andere mal an ihre Grenzen gebracht“ habe, wie die 59-Jährige zugab, um gleich in Aussicht zu stellen: „Das will ich auch weiterhin tun. Denn ich möchte noch einiges für unsere schöne Stadt erreichen.“

Jürgen Bartsch (Grüne) sagte, seine Fraktion habe Rosemarie Kaltenbach sehr gerne wiedergewählt. Was nicht bedeute, dass man immer einer Meinung sei oder sein müsse. Herbert Becker (FDP) lobte, Rosemarie Kaltenbach habe gute Arbeit für die Stadt geleistet. Und Jürgen Madry (SPD) hatte die Lacher auf seiner Seite, als er in Freudscher Manier sagte: „Wir haben dich immer sehr gerne arbeiten sehen.“ Jeder wusste, dass das positiv gemeint war. Klaus Overmeyer (Die Linke) dankte für die gute Zusammenarbeit und hoffte, „dass die nächsten acht Jahre genau so erfolgreich werden wie die Zeit bisher“. Auch Erich Weisser (CDU) gratulierte und deutete an, dass seine Fraktion nicht immer auf einer Wellenlänge mit Rosemarie Kaltenbach liege.

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause kam erstmals eine neue kabellose Mikrofonanlage zum Einsatz. Dirk Wennmann von Light Sound Communication aus Voerde hat sie installiert und erklärte den Betrieb. Nun hat jedes Ratsmitglied eine eigene Mikrofonsprechanlage, die Sprachverständlichket ist deutlich besser geworden.

Bevor sich die Politik in die Sommerpause verabschiedet, findet am Mittwoch noch eine Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familien und Senioren statt. Beginn ist um 17 Uhr im Stadthaus, Raum 249. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorstellung der Nachbarschaftsberatung und der Jahresbericht der Schwerbehindertenbeauftragten.

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