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„Rhinberkse Lüj – Rheinberger Menschen“ bei der Laga

Landesgartenschau : „Rhinberkse Lüj“ bei der Laga

Flüchtlingsfrauen aus dem Integrationsprojekt der Tuwas-Genossenschaft in Rheinberg zeigen am wir-4-Pavillon auf der Landesgartenschau eine Woche lang selbst gestaltete Skulpturen.

Inspiriert von der Ausstellung „Alltagsmenschen“, die noch bis November unter freiem Himmel in der Rheinberger Innenstadt zu sehen ist, hat die örtliche Tuwas-Genossenschafts-Gruppe in einem Integrationsprojekt mit Flüchtlingsfrauen eigene Skulpturen mit menschlichen Zügen gebastelt.

Eine Woche lang, von Freitag, 16., bis Freitag, 23. Oktober, zeigt die Tuwas-Genossenschaft, am wir4-Pavillon auf der Landesgartenschau die Ergebnisse dieses Integrationsprojektes. Die „Rhinberkse Lüj – Rheinberger Menschen“ werden hier ausgestellt. Die Künstlerinnen sind täglich von 9 bis 15 Uhr am Stand und freuen sich auf den Austausch mit den Besuchern der Laga.

Eine der Figuren, die die Frauen gebastelt haben. Foto: Tuwas
Auch diese Figur ist in Kamp-Lintfort zu sehen. Foto: Tuwas

Die Skulpturen, unter anderem Selbstbildnisse der teilnehmenden Frauen, sind durch sogenanntes Upcycling entstanden. Das Innenleben besteht unter anderem aus Altpapier, leeren Flaschen, altem Kleidung oder ausrangiertem Stoff und Wolle. Dargestellt wird die Vielfalt der Rheinberger Gesellschaft in all ihren Facetten. Den Frauen wurde so die Möglichkeit gegeben, sich selbst künstlerisch auszudrücken und sich als Teil dieser Gesellschaft darzustellen.

Die Tuwas-Gruppe ist ein gemeinsames Projekt der Tuwas-Genossenschaft, des Jobcenters Kreis Wesel und der Stadt Rheinberg. Seit fünf Jahren gibt es das Projekt, das Flüchtlingsfrauen Unterstützung bei der beruflichen Integration gibt. Die Maßnahmen reichen von Vermittlung und Hilfe bei Praktikumsplätzen über Deutsch-Kurse bis hin zu Hilfen bei schulischen und familiären Fragestellungen.

Mit Kunst, gemeinsamen Sporttreffs und einer Ernährungsberatung wurde ein interaktives Angebot unterbreitet, bei dem die Frauen selbst „ins Tun“ kommen. Es handelt sich um eine reine Frauengruppe, die derzeit aus 14 Teilnehmerinnen besteht. In der Regel bleiben die Frauen zwischen sechs bis zwölf Monate in der Gruppe. Die Besucher der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort sind eingeladen, am wir-4-Stand vorbei zu schauen und mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen.