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Rheinbergerin koordiniert Hilfsdienst in der Corona-Krise

Private Initiative : Rheinbergerin koordiniert Hilfsdienst in der Corona-Krise

Annette Rameker möchte zum Beispiel Menschen helfen, die momentan das Haus nicht verlassen, weil bei ihnen die Gefahr einer Infektion besonders hoch ist.

Irgendwie ist jeder von der Corona-Krise betroffen. Doch für einige hat das Virus besonders starke Auswirkungen. Menschen etwa, die aufgrund des gesundheitlichen Risikos einfach nicht mehr das Haus verlassen können, brauchen Hilfe. Im Internet bieten viele genau diese Hilfe an und wollen etwas tun. Annette Rameker ist eine von ihnen. „In solchen Zeiten muss man zusammenhalten,“ sagt die Rheinbergerin. Die Krankenpflegehelferin hatte zunächst persönlich ihre Hilfe für Rheinberg und Umgebung bei Facebook angeboten. Es habe jede Menge Zuspruch gegeben. Kommentare wie „Super, wir müssen zusammenhalten“ oder „Ein ganz toller Beitrag – Bin auf jeden Fall dabei“ waren zu lesen.

Doch Annette Rameker wollte auch Menschen erreichen, die kein Facebook haben. Deshalb erklärte sie sich bereit, den Nachbarschaftshelferdienst zu koordinieren. Sie sammelt die Telefonnummern der Leute, die Hilfe anbieten und kann diese dann an Hilfesuchende vermitteln. Weil sie plötzlich krank geworden ist, kann sie sich vorübergehend allerdings nicht engagieren und kann auch nicht persönlich bei Hilfebedürftigen vorbeikommen. Die Koordination übernimmt sie aber weiterhin, weil sie möglichst vielen Leuten helfen will. Sie selbst habe „eine Menge Respekt vor der jetzigen Situation“. Sie ahnt, dass die Sache mit dem Virus erst am Anfang steht. „Gerade deshalb wird gegenseitige Unterstützung noch viel wichtiger werden“, so Rameker weiter.

In ihrem Beruf als Betreuerin engagiert sie sich viel für andere Menschen. Deshalb liegt ihr die ehrenamtliche Hilfe in diesen besonderen Zeiten besonders am Herzen. Sie kenne Leute in ihrem Umfeld die nicht nur altersbedingt zur Risikogruppe zählen, sondern Vorerkrankungen und ähnliches haben und für die es deshalb riskant sei, beispielsweise selbst einkaufen zu gehen. Auch für solche Menschen kann die Nachbarschaftshilfe in den nächsten Wochen noch sehr wichtig werden, vielleicht sogar absolut notwendig.

Sie hofft nun, weitere Unterstützer zu erreichen, damit möglichst vielen Menschen geholfen werden kann. Ähnliche Hilfsdienste wurden bereits von Pfadfindern und den Kommunen Xanten, Sonsbeck und Alpen ins Leben gerufen.

Wer Hilfe in Rheinberg benötigt oder seine Dienste anbieten möchten, melde sich bitte bei Annette Rameker unter Tel. 0162 7490420.