Rheinberger mit Zöliakie Familie verzichtet vollständig auf Gluten

Rheinberg · Alleine in Deutschland sind 800.000 bis 900.000 Menschen von der Autoimmunerkrankung Zöliakie betroffen. Die Dunkelziffer wird weit höher geschätzt. Wie eine streng glutenfreie Ernährung den Alltag beeinflusst und warum selbst ein Brotkrümmel gefährlich sein kann, erzählt die Rheinberger Familie Semeraro.

Einmal in der Woche ist Brotbacktag: Sohn Tino (v.l.) ist gesund. Fiene und Mutter Eva Semeraro dürfen nicht mit Gluten in Berührung kommen.

Einmal in der Woche ist Brotbacktag: Sohn Tino (v.l.) ist gesund. Fiene und Mutter Eva Semeraro dürfen nicht mit Gluten in Berührung kommen.

Foto: Erwin Kohl

Der 16. Mai ist der Welt-Zöliakie-Tag. Bei Zöliakie handelt es sich um eine ernsthafte Autoimmunerkrankung, von der alleine in Deutschland 800.000 bis 900.000 Menschen betroffen sind. Da immer noch sehr viele Ärzte fälschlicherweise eine Gluten-Unverträglichkeit attestieren, geht die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft davon aus, dass auf einen diagnostizierten Fall fünf bis sechs nicht entdeckte Fälle kommen. Das verwundert kaum, denn Zöliakie gilt als „Chamäleon der Krankheiten“. Es gibt kaum zwei Krankheitsfälle, die identisch sind. Klassische Symptome sind Durchfälle, Bauchschmerzen, Erbrechen, aber auch Hautprobleme, Depressionen, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit können auf eine Zöliakie hinweisen. Die Vielzahl möglicher Symptome erschwert die Diagnose deshalb erheblich.