Rheinberg: Zweite Senioren- und Pflegemesse kein Publikumsmagnet

Seniorenmesse in Rheinberg: Das Alter zieht diesmal nicht

Insgesamt 26 Aussteller waren auf der zweiten Senioren- und Pflegemesse im Rheinberg Stadthaus. Fürs reiche Angebot gab es allerdings zu wenig Besucher.

Insgesamt 26 Aussteller bewiesen, wie sich das Thema Älterwerden meistern lässt. Die zweite Senioren- und Pflegemesse diente der Information und Präsentation ganz verschiedener Bereiche. „Besucher haben den direkten Kontakt zu den Anbietern. Dazu haben wir ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Mitmachaktionen. Druckfrisch haben wir zur Messe den Seniorenwegweiser mitgebracht“, sagte die Koordinatorin Annette Twardzik vom Fachbereich Jugend und Soziales. Neben sportlichen Vorführungen luden Referenten zu Vorträgen wie Brandschutz, Vorsorgevollmachten oder Gewalt in der Pflege ein.

Während der SV Concordia Ossenberg und Injoy als Gesundheitspartner den Erhalt der körperliche Fitness in den Vordergrund stellten, boten andere Aussteller Informationen zu Therapien, Pflegedienstleistungen oder -beratungen. Das „Café Böhnchen“ im Haus der Generationen stellte sich als sonntäglicher Treffpunkt vor. „Wir haben viele Gespräche geführt. Das Interesse der Besucher, Neues kennen zu lernen, ist da“, sagte Quartiersmanagerin Anke Szesny. Die Rheinberger Bibliothek bot ein Sortiment an Ratgebern, Hörbüchern und Literatur. „Wir sind in unseren Beständen gut aufgestellt“, sagte Elisabeth Horsky. Hilfen für den Alltag boten verschiedene Aussteller an, beispielsweise einen Treppen-Cruiser. Günter van Wesel stellte ein Sortiment an Sesseln für gesundes Sitzen aus. Sie ermöglichen Menschen im Alter oder mit Handicap über Stunden, bequem in einem Sessel zu verbringen. „Ausschlaggebend ist die richtige Sitzhöhe, damit Gliedmaßen gut durchblutet bleiben“, erklärte Günter van Wesel.

Die verschiedenen Dienstleister wie Caritas, Grafschafter Diakonie, St. Nikolaus Hospital, St. Thekla Haus wie das Alten- und Pflegeheim Orsoy informierten über ihre Angebote. Ganz praktisch die „Intelligente Knete“, die Carmen Hußmann anbot. „Mit dieser Knete gelingt es, Finger gelenkig zu halten und die Fingerfertigkeit zu trainieren“, erklärte sie. „Das Material bleibt nicht an den Fingern kleben, riecht nicht, bleibt nach Gebrauch geschmeidig.“

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Die neue Generation vom sogenannten Hackenporsche, sprich der Handwagen für den Einkauf, präsentiere sie in verschiedenen Ausführungen. „Diese Handwagen sind eine Superalternative für Menschen, die noch keinen Rollator benötigen, aber Hilfe für den Transport brauchen“, sagte Carmen Hußmann. Der Einkauf lässt sich bequem die Treppen aufgrund geschickter Räderkonstellation hochziehen. Ebenfalls Modelle mit integriertem Sitz gehörten in ihr Angebot. Das Lob der Gäste war entsprechend.

Die Messe bot eine große Vielfalt an Information sowie Kompetenz der Aussteller. Doch das Phänomen Alter scheint diesmal nicht die Massen nach Rheinberg zu locken. „Die Aussteller haben sehr viel geboten. Doch uns fehlen die Menschen, die das Thema angeht“, resümierte Annette Twardzik.

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