Rheinberg/Xanten engagieren sich in Kampagne gegen Plastik im Biomüll

Saubere Abfalltrennung : Kampagne gegen Plastik im Biomüll

Alle Kommunen im Kreis Wesel, der Kreis Wesel und Asdonkshof werben für saubere Abfalltrennung.

Es klingt einfach, ist aber längst nicht selbstverständlich: In die Biotonne gehört kein Plastik. Um mehr Bewusstsein für das saubere Trennen von Müll zu schaffen, engagiert sich das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof nun gemeinsam mit dem Kreis Wesel sowie den Kommunen im Kreis Wesel in der Kampagne #wirfuerbio.

Die Bio-Kampagne startete im vergangenen Jahr mit 23 Betrieben aus Norddeutschland. Die Botschaft: Weder herkömmliche noch sogenannte kompostierbare Plastiktüten dürfen in die Biotonne geworfen werden. Pünktlich zum Start in die Gartensaison werben alle Kommunen im Kreis Wesel, der Kreis Wesel und Asdonkshof für mehr Umsicht bei der Entsorgung von Bioabfällen. Deutschlandweit bündeln inzwischen mehr als 40 Kampagnenteilnehmer ihr Know-how für das gemeinsame Ziel.

„Meistens ist der Biomüll in den Tonnen gar nicht so schlecht sortiert“, sagt Mike Egelhof, Leiter des Kompostwerks am Asdonkshof. „Aber: Damit die Tonne nicht verschmutzt oder riecht, benutzen viele Bürger Plastiktüten oder sogenannte kompostierbare Bioplastiktüten, um ihren Bioabfall darin zu entsorgen.“ Diese Tüten müssen im Bio-Kompostwerk am Asdonkshof aufwändig aussortiert werden. Trotzdem verunreinigen kleinteilige Plastikrückstände den Kompost, setzten die Qualität herab und stören den Verwertungsprozess.

Denn die im Kompost zerfallenden Reste, also Mikroplastik, lassen sich biologisch nicht abbauen und gelangen im schlimmsten Fall über den Bio-Kompost auf Beete oder Äcker, ins Grundwasser oder in die Nahrungskette.

(RP)
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