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Rheinberg: Rheinberg will Hindernisse abbauen

Rheinberg : Rheinberg will Hindernisse abbauen

Im Sozialausschuss waren die fehlende öffentliche Toilette für Gehbehinderte und das Parken vor der Post Themen.

Die Barrierefreiheit ist das große Thema, das der neu gewählte Seniorenbeirat ins Visier genommen hat. Das machte Klaus Oesterwind deutlich, der mit Gisela Ingenpass Sprecher diese Beirates ist, als er im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren die Arbeit dieses Beirates vorstellte. "Wir haben schon elf Besprechungen gehabt", sagte Oesterwind, der nun als neues beratendes Mitglied des Ausschusses vereidigt wurde. Ein Ziel sei es, mehr Barrierefreiheit für Rheinberg zu erreichen. Beispielsweise fehle eine öffentliche behindertengerechte Toilette, die auch am Wochenende zugänglich sei, wenn die im Rathaus geschlossen sei.

Dabei waren sich die Vertreter aller Fraktionen einig, eine derartige Toilette zu bauen, wenn dafür das Geld vorhanden ist. Das aber fehle in Zeiten der Haushaltssicherung. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken stellte in Aussicht, eine Behindertentoilette im Alten Rathaus einzurichten, wenn dieses umgebaut werde.

Auch das Parken von Gehbehinderten vor der Geschäftsstelle der Post an der Orsoyer Straße wurde im Ausschuss thematisiert. Der Bürgermeister sprach sich dagegen aus, dort einen Stellplatz zu markieren und auszuweisen. "Es ist eine Spielstraße, in der Gehbehinderte parken dürfen", erklärte er. Auch wenn die Stadt mehrfach darauf hingewiesen habe, wisse das aber nicht jeder. Wenn dort eine Ausnahmeregelung geschaffen werde, würde es zu weiteren Ausnahmeregelungen kommen, was nicht wünschenswert sei.

Christdemokrat Wolfgang Fillers wies auf den Plan Rheinberg 2030 hin, nach dem bei allen Planungen bis zum Jahr 2030 die Barrierefreiheit berücksichtigt werde und auch bestehende Anlagen umgerüstet würden. Der Seniorenbeirat will in Informationen aus den Stadtteilen sammeln, an welchen Stellen es noch Probleme gibt, sagte Oesterwind, beispielsweise wo noch keine Bordsteine an Kreuzungen abgesenkt sind. Bürgermeister Mennicken versprach, diese Vorschläge in den Plan 2030 einarbeiten zu lassen.

Neben der Barrierefreiheit ist es ein weiteres Ziel des Seniorenbeirat, sich in der Stadt bekannter zu machen. "Ein neuer Seniorenwegweiser ist in Arbeit", berichtete Klaus Oesterwind. Zahlreiche Adressänderungen seien notwendig. Auch ein Flugblatt ist in Planung. "Darin wollen wir die Fragen beantworten: ,Wer sind wir? Was wollen wir? Und wie arbeiten wir?'", so der Sprecher. Ferner arbeitet der Seniorenbeirat daran, sich eine neue Geschäftsordnung zu geben, die vom Rat beschlossen werden muss. Bärbel Reining-Bender (SPD) sprach im Namen aller Fraktionen dem neuen Beirat viel Lob für die geleistete Arbeit aus.

(got)