Rheinberg: Wertstoffe sind jetzt Sache des DLB

Dienstleistungsbetrieb : Wertstoffe sind jetzt Sache des DLB

Der Dienstleistungsbetrieb sammelt seit Jahresbeginn große Elektrogeräte und sperrige Kunststoffteile selbst ein.

Bei Familie Hußmann an der Rheinstraße wird kräftig gearbeitet. „Kernsanierung“, sagt Norbert Hußmann und zeigt auf die Baustelle. Im Hof ist ein Gebäudeteil abgerissen worden, im alten Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert wird auf allen Etagen umgebaut, renoviert, saniert. Da fällt viel Abfall an, auch Wertstoff. Um den abholen zu lassen, hat Norbert Hußmann beim Dienstleistungsbetrieb (DLB) der Stadt Rheinberg angerufen und einen Termin ausgemacht. Er wollte den ganzen Rummel abholen lassen. Am Dienstag in der Mittagszeit war es soweit.

Bisher haben die Damen in der Abfallberatung beim DLB diese Anmeldungen angenommen, sie aber sofort an die Firma Schönmackers weitergegeben. Schönmackers hat sich im Auftrag der Stadt um Abholung und Entsorgung gekümmert. „Seit Beginn dieses Jahres erledigen wir das als DLB selbst, im Auftrag des Kreises Wesel“, sagt Frank Rumpp, kaufmännischer Leiter des DLB. Und zwar nicht nur für Rheinberg, sondern interkommunal auch für Kamp-Lintfort.

Wertstoffe, das sind vor allem große Sachen. Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Fernseher, auch Computer. Oder Kunststoffteile, die nicht in die gelbe Tonne passen. Ein Sandkasten aus Plastik oder Gartenmöbel. „Sie dürfen maximal 1,50 Meter mal zwei Meter groß und nicht schwerer als 125 Kilo sein“, sagt Petra Sänger. Sie ist Abfallberaterin beim DLB und nimmt die Anmeldungen an.

Und so funktioniert der für die Bürger kostenlose Service: Am liebsten ist es den Abfallberaterinnen, wenn man sich über die Homepage der Stadt unter www.rheinberg.de online meldet. Auf der Startseite steht im Feld „Wichtige Themen schnell gefunden“ der Hinweis „Elektroschrottanmeldung“. Telefonische Anmeldungen sind von montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr unter Tel. 02843 171-149 beziehungsweise 171-125 möglich. Der DLB spricht dann einen Termin ab. Petra Sänger: „Für den ausgemachten Tag gibt es dann zwei Zeitfenster. Entweder kommen unsere Leute zwischen 7.30 und 11.30 Uhr oder zwischen 12.30 und 14.30 Uhr.“

So war es auch am Dienstag bei Familie Hußmann. Vier Mitarbeiter, drei von ihnen für das neue Angebot neu eingestellt, fahren mit einem Lkw vor, schnappen sich einen alten Kühlschrank, eine alte Stereoanlage samt Kabel, Videorekorder, zwei Rollwagen mit Doppelstegplatten und anderen Plunder und räumen die Sachen ein. Frank Rumpp: „Sie gehen direkt zum Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort, wo sie zerlegt und entsorgt werden.“ Montags, dienstags und donnerstags sind die Männer in Rheinberg, freitags in Kamp-Lintfort unterwegs. „Wir sind froh, die Wertstoffentsorgung jetzt in Eigenregie durchführen zu können“, sagt Frank Rumpp. Und Norbert Hußmann ist zufrieden mit dem Service: „Alles bestens“, sagt er.