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Rheinberg: Werbung für das Erfolgsmodell Biotonne

Abfallentsorgung in Rheinberg : Werbung fürs Erfolgsmodell Biotonne

Der Dienstleistungsbetrieb und Asdonkshof informierten auf dem Wochenmarkt.

In zwölf von 13 Kommunen im Kreis Wesel gibt es die Biotonne. In Rheinberg seit rund 25 Jahren. Im Prinzip sind die Behälter mit den braunen Deckeln ein echtes Erfolgsmodell. 6100 sind in der Stadt im Einsatz. Zum Vergleich: Die Zahl der Restmülltonnen liegt bei 9600. Es gibt sie in drei Größen – 60, 120 und 240 Liter – und sie machen die Abfallentsorgung günstiger, wie Frank Rumpp, Verwaltungsleiter des Dienstleistungsbetriebs Rheinberg (DLB), erläutert: „Eine Tonne Restmüll kostet 204 Euro, eine Tonne Biomüll nur 97.“ Cornelia Bothen vom Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof ergänzt: „Hervorheben muss man, dass Biomüll nach der Kompostierung noch einer Nutzung zugeführt wird, während Restmüll verbrannt wird.“

Bothen und Rumpp machten zusammen mit Kirsten Pops und Petra Sänger vom DLB Werbung für die Biotonne. Auf dem Wochenmarkt stellten sie im Gespräch mit Marktbesuchern die Vorteile heraus. Und wiesen darauf hin, dass die Bio­tonne auch Probleme mache. Bothen: „In die Bio­tonne gehören Küchen- oder Pflanzenreste, aber auf keinen Fall Kunststoff. Auch keine als schnell verrottbar deklarierten Plastiktüten oder Kartoffelnetze. Denn in Asdonkshof wird im Schnellverfahren kompostiert, innerhalb von sechs Wochen. Diese besonderen Plastiktüten brauchen aber sechs Monate, bis sie angebaut sind.“

Nachdem die Rheinberger eine Zeit lang in Bezug auf die Biotonne die Sorgenkinder der Müllverbrennungsanlage waren, hat sich das Entsorgungsverhalten verbessert. Rumpp: „Allerdings stellen wir fest, dass es im November und Dezember verstärkt zu Fehlbefüllungen kommt.“

Die Kommunen im Kreis, der Kreis Wesel und das Abfallentsorgungszentrum sind seit Beginn dieses Jahres Partner in der bundesweiten Kampagne „Wir für Bio“. Weitere Infos unter:

www.wirfuerbio.de/kreis-wesel