Rheinberg Wasserpreis beim KWW bleibt im vierten Jahr unverändert

Kommunales Wasserwerk : Der Wasserpreis bleibt weiter stabil

Erste Bilanz von KWW-Geschäftsführer Georg Tigler. Mit Zahlen des Dürresommers.

Georg Tigler ist seit dem 1. Juli des vorigen Jahres Geschäftsführer des Kommunalen Wasserwerkes (KWW), seit dem 1. Oktober allein verantwortlich. Die Personalie war im Vorfeld politisch heftig umstritten. Vor allem die FDP hat gegen Tigler als Nachfolger von Otfried Kinzel polemisert. Nun hat Tigler seine erste Bilanz vorgelegt. Mit durchaus zufriedenstellenden Zahlen. Für die Verbraucher besonders bedeutsam: Die Wasserpreise bleiben im vierten Jahr in Folge stabil.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung der KWW GmbH hat der technische Betriebsleiter Martin Schlenke den Gesellschaftern aus Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonsbeck die neue Prozessleittechnik mit Fernüberwachung des Leitungsnetzes sowie das neue geografische Informationssystem „GIS“ präsentiert, was das Netzmanagement auf den Stand der Technik bringt. Deutlich wurde in der Versammlung, dass der Dürresommer 2018 auch an den KWW-Zahlen ablesbar ist. Bei der Wasserversorgung führte er zu einem Anstieg von vier Litern pro Einwohner und Tag auf durchschnittlich 124 Liter. Die Wasserförderung einschließlich des zugekauften Wassers lag zum ersten Mal über 3,5 Millionen Kubikmetern. Im vorigen Jahr gingen 167 Neuanschlüsse ans Netz, das rund 70.000 Einwohner in 20.000 Haushalten versorgt. Das Leitungsnetz misst 500 Kilometer. Der Grund- und Wasserpreis bleibt bei 1,38 Euro brutto und 1,29 Euro netto. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft präsentierte den Unternehmensabschluss und erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Tigler, der sich am Dienstag, 25. Juni, im Alpener Rat vorstellen soll, war seit 1997 bei der Gemeinde Sonsbeck beschäftigt. Der Sohn eines Landwirtes in Werrich hat nach der Ausbildung zum Elektroniker ein Studium zum Ingenieur für Ver- und Entsorgungstechnik absolviert. Er lebt heute mit Frau und zwei Kindern in Ginderich.

Das Wasserwerk, 1989 entstanden als Eigenbetrieb des Kreises Wesel, haben die vier Nord-Kommunen dem Kreis 2007 abgekauft und zunächst in Kooperation mit der Niag geführt. Inzwischen führen die Gesellschafterkommunen das Unternehmen komplett in Eigenregie.

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