Rheinberg wartet mit Spannung auf Entwurf für Notarztstandort

Rettungsdienst im Kreis Wesel : Planentwurf wird im Kreishaus vorgestellt

Die Unruhe war erheblich als Details bekannt wurden, was sich am Rettungsdienst in Xanten, Rheinberg, Alpen uns Sonsbeck ändern soll. Nun stellt der Gutachter seinen Plan vor.

Nachdem der externe Gutachter im September den Kommunen seine Überlegungen zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung im Kreis Wesel vorgestellt hat, findet am Montag, 24. Juni, um 19 Uhr im Kreishaus der von der Kreisverwaltung zugesagte weitere Informationstermin statt. Dazu sind neben den Kommunen auch die Krankenhäuser, die Hilfsorganisationen und die Krankenkassen eingeladen. Verwaltung und Gutachter stellen den Entwurf des Rettungsdienstbedarfsplans vor.

Im Kern sollen „die einzelnen Verbesserungen“ dargestellt werden, heißt es in der Ankündigung aus dem Kreishaus. Durch längere Vorhaltezeiten für Rettungsmittel – Fahrzeuge und Personal –, zusätzliche Wachenstandorte und einen besseren Standard in Ausbildung und Notrufabfrage würden sich die Eintreffzeiten im gesamten Kreisgebiet verbessern.

Daran hat es zumindest in Xanten und Sonsbeck lange erhebliche Zweifel gegeben. Hier war man erleichtert, als der Kreis Mitte Mai zugesichert hat, dass der nächtliche Notarztstandort am Sankt-Josef-Hospital in Xanten vorerst erhalten bleibt. Damit ist die geplante Verlegung nach Alpen wohl zunächst vom Tisch. Allerdings soll nach einem Jahr überprüft werden, wie sich die Einsatzzahlen des Xantener Standorts entwickeln. Dann werde die Situation neu bewertet, erklärte der Kreis Wesel.

Die Zukunft des nächtlichen Notarztstandortes in Rheinberg ist dagegen weiter offen. Eine All-Parteien-Fraktion aus CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke ist mächtig sauer darüber, wie der Kreis die Rheinberger abblitzen lässt bei der Forderung nach Beteiligung an der Entscheidung über die Zukunft des Notarztstandortes im DRK-Zentrum am Melkweg.

Am 24. Juni wird nun der aktuelle Entwurf des neuen Rettungsdienstbedarfsplans in seiner Gesamtheit vorgestellt und allen Kommunen und den übrigen Beteiligten die Gelegenheit gegeben, sich in der Folge dazu zu äußern. Im Anschluss an die Vorstellung können dann die politischen Beratungen und Entscheidungen beginnen, an deren Ende dann der neue Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Wesel stehen soll.

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