1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Wahlplakate hängen immer noch

Kommunalwahl : Wahlplakate hängen immer noch

Ein Leser aus Orsoyerberg fragt sich, ob er die Wahlwerbung selbst abhängen darf. Wenn er aus seinem Fenster schaut, blickt in das freundliche Gesicht des abgewählten Bürgermeisters Frank Tatzel.

Wenn er aus seinem Wohnzimmer am Kuhdyk in Orsoyerberg auf das an einer Laterne hängende Wahlplakat schaue, freue er sich, dass Frank Tatzel noch immer freundlich lächele, obwohl er doch längst als Bürgermeister abgewählt sei, erzählt ein RP-Leser, der seinen Namen nicht nennen möchte. Allerdings wundere er sich auch, dass einige Plakate im Stadtgebiet auch fast einen Monat nach der Stichwahl noch nicht abgenommen wurden.

Und er fragte sich, ob er das Plakat vor seinem Haus selbst abhängen dürfe oder ob er sich dann eines Vergehens schuldig mache. Schließlich hingen insbesondere Tatzels Plakate so tief, dass selbst Fahrradfahrer Gefahr liefen, einen „Crash mit Tatzel“ zu riskieren, sobald sich ihr Fahrtweg der Laterne nähere. Um den im weiteren Verlauf des Kuhdyks in Fahrtrichtung Orsoy aufgehängten AfD-Plakaten Herr zu werden, bräuchte es fast schon einen Baumkletterer, so der Leser: „So hoch oben hängen die Plakate.“ Aber er gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich diesbezüglich in nächster Zeit was tue.

Dieter Paus, Allgemeiner Vertreter des Rheinberger Bürgermeisters, kennt das Problem. Ihm sei bekannt, dass im Stadtgebiet noch vereinzelt Plakate hängen. Wir werden uns darum kümmern und die Kandidaten beziehungsweise die Parteien auffordern, sie jetzt bald abzunehmen.“ Dem Leser rät er davon ab, sich selbst um das Plakat zu kümmern. Die Wahlplakate seien nicht sein Eigentum und somit dürfe er sie auch nicht einfach abhängen, so Dieter Paus.