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Rheinberg: Volkshochschule hofft auf Unterstützung ihrer Referenten

Kursleiter in Existenznot : Volkshochschule fordert Absicherung ihrer Referenten

Der VHS-Landesverband hat sich mit einem Positionspapier an die nordrhein-westfälische Landesregierung gewandt.

Mit einem Positionspapier hat sich der Landesverband NRW der Volkshochschulen an die Landesregierung und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gewandt. Die Frage: Wird als Folge der Corona-Krise die Möglichkeit gesehen, den Volkshochschulen eine pauschalierte Förderung zukommen zu lassen, damit diese den nebenamtlichen Kursleitenden zumindest eine Teilabsicherung der ausgefallenen Honorare gewähren könnten?

„Die von der Kultusministerin erwähnten Direkthilfe-Fonds für Kulturschaffende müssen auch den Bildungsschaffenden offenstehen“, heißt es. „In den Volkshochschulen sind über 32.000 freiberufliche Kursleiter tätig. Viele unter ihnen sind durch Kursausfälle existenziell bedroht. Die Kursleitenden bedürfen einer schnellen und unbürokratischen Unterstützung.“

Jens Korfkamp, Leiter des VHS-Zweckverbands Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten begrüßt diese Initiative. „Sie ist absolut notwendig, und ich glaube auch, dass das Land positiv darauf reagieren wird und das Vorhaben erfolgreich sein wird.“ Alle Kurse und Veranstaltungen sind wegen des Corona-Virus abgesagt – „das ist leicht gesagt“, so Korfkamp. „Aber der Öffentlichkeit muss klar sein, dass Existenzen daran hängen. Dass es viele Referenten gibt, die davon leben müssen.“ Freiberufler, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten, dass sie für die VHS und andere Träger Kurse leiten. Der VHS-Zweckverband beschäftigt rund 160 solcher Referenten. Korfkamp schätzt, dass etwa 20 Prozent davon, also rund 30, von den Einnahmen leben müssen. „Wir haben für diese Menschen eine Verantwortung zu tragen“, so der Leiter. „Und wir möchten, dass sie die Krise überstehen und uns anschließend wieder zur Verfügung stehen.“ Die Corona-Krise, da ist sich Korfkamp sicher, werde die Digitalisierung vorantreiben.

Die Volksschule reagiert jetzt akut mit Online-Angeboten auf ihrer Internetseite www.vhs-rheinberg.de. Grundsätzlich sei die Volkshochschule aber ein sozialer Lernort. Viele Menschen meldeten sich auch deswegen zu einem Kurs an, weil sie gerne mit anderen, gleichgesinnten zusammensein möchten.