Rheinberg: Viele Optionen für die Schule am Pulverturm

Anwohnerinitiative : Initiative begrüßt Vorschläge für Pulverturm-Schule

(RP) In der Ratssitzung am Dienstag geht es auch um Möglichkeiten für eine Folgenutzung der Schule am Pulverturm. Die Bürgerinitiative rund um den Pulverturm hat sich mit den ersten Plänen beschäftigt und zieht ein positives Fazit.

Die Bürgerinitiative begrüßt die in der Ratsvorlage skizzierten vielfältigen Optionen für die weitere Nutzung des Schulgebäudes, sobald es seiner ursprünglichen Funktion nicht mehr dient.

So sei die Umnutzung des Gebäudes zu einem Standort für soziale Angebote, verbunden mit einem Seniorencafé und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche und einer entsprechenden Gestaltung von Aufenthaltsflächen im Außenbereich des Gebäudes eine vielversprechende Option – gegebenenfalls auch in Verbindung mit einer Nutzung des Obergeschosses der Schule durch die VHS.

Aber, so gibt die Initiative zu bedenken, es brauche ein Gesamtkonzept für das Stadtburgareal, das nicht nur das Schulgebäude betrachtet, sondern auch die Alte Kellnerei und das Gelände rund um den Pulverturm.

Das gesamte Ensemble ist als Maßnahmenraum „Stadtburgareal“ innerhalb des Sanierungsgebietes Historischer Ortskern erfasst, für das im Integrierten Handlungskonzeptes ein ganzheitliches Nutzungskonzept im offenen Bürgerdialog erarbeitet werden soll, der erfreulicherweise jetzt wohl beginnt. So regt die Initiative an, darüber nachzudenken, das geplante Seniorencafé in den barrierefreien Räumen der Alten Kellnerei einzurichten, das einen atmosphärisch schönen Rahmen für ein solches Café bieten würde. So könnte auch die Alte Kellnerei neu belebt werden. Vielleicht bietet sich durch die Einbeziehung aller Gebäude doch eine Möglichkeit, auch die Bücherei mehr in die Innenstadt zu holen.

Und – auch das ist der Initiative wichtig – bei allen Planungen sollten auch die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren nicht vergessen werden, denen in dem Schulgebäude ein Raum als Treffpunkt eingerichtet werden könnte. Das Stadtburgareal mit seinen drei Gebäuden könne ein Platz für alle Generationen von Rheinbergern werden, der einen weiteren innerstädtischen Anziehungspunkt mit Erholungswert und Aufenthaltsqualität bietet.

Wichtig sei auch die behutsame Planung von Parkraum. Der Schulhof sollte kein Ausweichparkplatz werden, sondern für Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen. So sollte auf einem Teil des Schulhofes beispielsweise ein Mehrzwecksportfeld entstehen, auf dem Ballsportarten jederzeit gespielt werden können. Dies könnte in Verbindung mit einem „Garten der Sinne“ ein attraktives Angebot für Jung und Alt ergeben. Auch der bestehende Spielplatz sollte aufgewertet werden.