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Rheinberg: VHS geht hoffnungsvoll in das neue Semester

Volkshochschule legt Programm für 2021/2022 vor : VHS geht hoffnungsvoll in das neue Semester

Das VHS-Programm für das kommende Semester steht. Der Programmausschuss hat jetzt im Stadthaus einen Haken dran gemacht, die Verbandsversammlung soll es am 7. Juni im Sonsbecker Kastell absegnen.

Das VHS-Programm für das kommende Semester steht. Der Programmausschuss hat jetzt im Stadthaus einen Haken dran gemacht, die Verbandsversammlung soll es am 7. Juni im Sonsbecker Kastell absegnen. Die Weiterbilder von der Lützenhofstraße gehen mit 511 Veranstaltungen und 11.087 Unterrichtsstunden ins Rennen und hoffen, dass auch alles stattfinden kann. Politik, Kultur, Entspannung, Fremdsprachen, Berufliches – es ist aus allen Bereichen etwas dabei.

Im Ausschuss skizzierte Jens Korfkamp, der die VHS seit 20 Jahren leitet, die Herausforderungen der interkommunalen Einrichtung in der Pandemie-Phase. Zunächst habe es nahezu einen Total-Absturz gegeben, in der Anfangszeit seien im Prinzip alle Kurse ausgefallen. „Wir haben dann schnell versucht, mit digitalen Angeboten einiges aufzufangen“, so Korfkamp. „Aber wir haben feststellen müssen, dass viele unserer Teilnehmer Hemmschwellen und Berührungsängste haben.“

Auch das VHS-Team habe erst einmal schauen müssen, wie man über die Distanz mit den Kursleitern und im zweiten Schritt mit den Kursteilnehmern umgeht. Korfkamp: „Die Reaktionen waren ganz unterschiedlich. Es war keinesfalls so, dass alle begeistert eingestiegen sind.“ Zudem hätten sich bei den Online-Kursen die „Tücken des Landlebens“ bemerkbar gemacht: Schlechte Internetverbindungen, Bilder ruckelten, der Ton am Computer war mitunter schlecht.

  • VHS-Leiter Jens Korfkamp

RP-Foto: Uwe Plien
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Der digitale Nachholbedarf sei auch in den Integrationskursen deutlich geworden. „Wir mussten Tablets für die Teilnehmer beschaffen“, so der Leiter. „Aber Nutzungsverträge mit Menschen abzuschließen, die schlecht oder gar nicht Deutsch sprechen, und sie im Umgang mit den Geräten zu schulen, war schwierig.“ Letztendlich habe ein großer Teil der Kurse aber online angeboten werden können.

Für das Team im Konvikt habe das bedeutet, mit mindestens gleich großem Aufwand deutlich weniger Kurse zu organisieren. Nun gehe es um Wiederaufbauarbeit, um die Rückkehr zu den Präsenzveranstaltungen. Korfkamp: „Wir müssen Teilnehmer zurückgewinnen.“ Und Kursleiter, denn von denen, für die die Lehrtätigkeit existenzielle Bedeutung hatte, haben sich nicht wenige zwischenzeitlich anderen Berufen zugewandt.

Nicht unterschlagen wollte Korfkamp Platzprobleme. In Xanten benötigt die Volkshochschule Räume, in denen sie tagsüber Integrationskurse durchführen kann. Wegen des Umbaus der Turnhalle im Alpener Schulzentrum fallen in einem Jahr elf Kurse aus. Korfkamp: „Wenn die Kommunen uns keine Räume zur Verfügung stellen können, wird die VHS zwangsläufig teurer.“