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Rheinberg: Verdi setzt im Tarifstreit mit Amazon die Warnstreiks fort

Online-Händler in Rheinberg : Erster Streik bei Amazon seit Pandemie-Beginn

Im Streit um die Einführung des Tarifs für den Einzelhandel ist es auch am Amazon-Standort Rheinberg wieder zu Warnstreiks gekommen. Es war die erste Arbeitsniederlegung seit Ausbruch der Pandemie. Die Regeln zur Vorbeugung wurden eingehalten, so die Gewerkschaft Verdi.

Mit Beginn der Nachtschicht haben am Montag auch Beschäftigte am Amazon-Standort Rheinberg die Arbeit niedergelegt. Der erste Streik seit Ausbruch der Pandemie, so teilte die Gewerkschaft Verdi mit, werde unter Einhaltung der Auflagen zur Covid-19-Prävention bis zum heutigen Dienstag fortgesetzt. Die Streikenden fordern weiter die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels. Verdi-Fachbereichsleiterin Silke Zimmer denkt, dass Amazon gerade jetzt auf die Forderungen eingehen sollte: „Die Kolleginnen und Kollegen bei Amazon haben in den vergangenen Monaten unter extremer Arbeitsbelastung gelitten.“ Umsätze und Gewinne seien während der Pandemie durch die Decke gegangen. Gleichzeitig zeigten zahlreiche Corona-Fälle an Standorten wie Winsen an der Luhe und Bad Hersfeld, wie groß die gesundheitliche Gefahr für die Beschäftigten sei. Trotzdem sei nur für kurze Zeit ein Bonus gezahlt worden. Es hätte schon lange nach den Tarifen des Einzelhandels bezahlt werden müssen. „Aber jetzt ist es mehr als überfällig“, so Zimmer.

(bp)