Rheinberg : Streit und Ärger vor dem Fest

Weihnachten steht vor der Tür. Doch richtige Feststimmung will nicht aufkommen. In Rheinberg wurde noch ganz ordentlich gestritten. Und die Alpener sind enttäuscht.

Gabi Krekeler ist der Kragen geplatzt. Die Leiterin der katholischen Grundschule St. Peter in Rheinberg kann es nicht mehr mit ansehen, was sich bis zum Ferienbeginn Tag für Tag vor ihrer Schule abspielte. Das Problem Elterntaxis: Mama und Papa chauffieren die lieben Kleinen bis vor die Tür. Man kann den Eindruck gewinnen, dass sie am liebsten bis in den Schulflur fahren würden, wenn das ginge. Jeden Morgen Geschrei, Vorwürfe, Protest, Stau, Frust. Gabi Krekelers frommer Wunsch für 2019: „Das muss sich ändern.“ Also, liebe Eltern, bitte mal darüber nachdenken, ob es zu viel verlangt ist, wenn die Kinder morgens mal 100 Meter zu Fuß gehen.

Auch in der Rheinberger Werbegemeinschaft sind die Fetzen geflogen. Und zwar wegen der Weihnachtsbeleuchtung. Die sei falsch gelagert worden und deshalb kaputt. Schuld soll Elektriker Andreas Wollmann sein, der sich eineinhalb Jahrzehnte darum gekümmert hat, dass die Lampen auf- und wieder abgehängt wurden und zwischendurch leuchteten. Den Schuh zieht sich Wollmann nicht an und schimpft zurück Richtung Ulrike Brechwald, die Vorsitzende der Kaufleute-Vereinigung ist. Wer auch immer im Recht ist – die Rechnung über mehrere tausend Euro Reparaturkosten geht an die Stadt. Die sollte künftig nicht einfach überweisen, sondern auch mal schauen, was da los ist. So einfach ist das.

Ob Herbert Becker von der Rheinberger FDP und Ralf Winstroth von den Grünen noch Freunde werden? Wenn es um den Parkplatz an der L137 in Winterswick geht, haben die beiden Herren jedenfalls komplett gegensätzliche Vorstellungen. Becker will, dass dort auch künftig Lastwagen parken können, Winstroth hingegen plädiert dafür, dass er gesperrt wird. Dass Winstroth die Diskussion erneut anfacht, nachdem sich der Fachausschuss bereits mehrheitlich gegen eine Sperrung ausgesprochen hat, stimmt zumindest nachdenklich.

Verärgerung und Ratslosigkeit herrscht in der Alpener Pfarrgemeinde St. Ulrich. Immer wieder werden Kirchenfenster eingeworfen. Mutwillig, wie es scheint. Erst mehrfach in Veen, dann in Menzelen, zuletzt in Alpen. Das ist pietätlos und ärgerlich. Das ist Sachbeschädigung, der Schaden ist immens. Was soll dieser Schwachsinn? Hoffentlich werden der oder die Täter bald geschnappt.

Jetzt kommt Weihnachten und es sollte endlich Ruhe einkehren. Genießen Sie die Feiertage. Die Redaktion des Boten für Stadt und Land wünscht Ihnen ein frohes Fest!