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Rheinberg: Tolle Ferien für Menschen mit Behinderungen

Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein : Tolle Ferien für Menschen mit Behinderungen

Sommer, Sonne, Ferien: Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung bietet der Familienunterstützende Dienst (FuD) der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) auch in diesem Jahr drei verschiedene Möglichkeiten, Urlaub vor der Haustür zu erleben.

Sommer, Sonne, Ferien: Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung bietet der Familienunterstützende Dienst (FuD) der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) auch in diesem Jahr drei Möglichkeiten, Urlaub vor der Haustür zu erleben. Vier neue Teilnehmer, Mütter und Mitarbeiter berichten über ihre Erfahrungen.

Der „Rheinberger Sommer“, die „Stadtranderholung“ in Moers und das „Camp 18“ in Duisburg sind Angebote, die wochenweise gebucht werden können. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach stehen Ausflüge, Sport- und Bastelangebote und vieles mehr auf dem Programm. Dreh- und Angelpunkt sind die Räume der Werkstätten für behinderte Menschen der CWWN; da dort gerade Betriebsurlaub ist, können diese vom Nachwuchs „gestürmt“ werden.

 Auch Teilnehmerin Lotte besuchte den Recyclinghof.
Auch Teilnehmerin Lotte besuchte den Recyclinghof. Foto: CWWN

Polat Gücer arbeitet seit kurzem als Honorarkraft beim Familienunterstützenden Dienst. Im „Camp 18“ hat er seinen ersten Einsatz: „Mich begeistert die tolle Atmosphäre und das Verständnis füreinander. Ich mache täglich neue Erfahrungen und fühle mich gut von den Kollegen angeleitet.“

  • FFP2-Masken.
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  • Das Haus Hilden gehört zu den
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Ebenfalls neu dabei ist Ricarda Büscher. Bei den CWWN schon ein „alter Hase“, arbeitet sie seit Jahresbeginn beim FuD als Koordinatorin für Einzelbetreuungen, das Freizeitprogramm und Reisen. Ricarda Büscher leitet zum ersten Mal den Rheinberger Sommer. „Anfangs war ich sehr aufgeregt“, erzählt die 32-Jährige. Nach zwei Tagen hätte sich aber alles eingespielt: „Ich habe ein super Team und richtig viel Spaß mit den Kids.“

Es gibt aber nicht nur neue Mitarbeiter bei den Ferienangeboten. Hadice Tekin ist Mutter von Helin. Früher hatte sie oft ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Tochter zur Betreuung brachte. Doch jetzt sind beide zufrieden. „Helin hat jeden Tag ein Strahlen in den Augen“, erzählt sie begeistert. Auch Lotte erlebt bei der Stadtranderholung eine super Woche. Begeistert erzählt sie vom Drachensteigenlassen und dass sie einen neuen Freund gefunden hat.

Philip Buechler ist Rollstuhlfahrer. Seine Mutter Melanie musste schlechte Erfahrungen mit Freizeitangeboten für ihren Sohn machen. Doch beim FuD kann er die gleichen Dinge unternehmen, wie Fußgänger. Melanie Buechler freut sich, wenn der Rollstuhl ihres Sohnes am Nachmittag dreckig ist. Dann weiß sie, dass er dabei war und Spaß hatte.

Ein Highlight für alle Beteiligten war die Müllsammel-Challenge. Bevor ein Besuch des Recyclinghofs Duisburg-West auf dem Programm stand, sammelten alle Müll im öffentlichen Raum. Da kam so einiges zusammen, doch unter fachlicher Anleitung war es kein Problem, den Müll richtig zu trennen. Und zum Schluss bekamen alle ein großes Eis.

Wenn das Ferienprogramm vorbei ist, freuen sich die CWWN, endlich Gruppenangebote für interessierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung durchführen zu können. Ob Kino-Sonntag oder Selbstverteidigung – das Angebot ist vielfältig und geht nach der Corona-Pause richtig los. Näheres unter www.cwwn.de/familie/gruppenangebote.