Rheinberg: Theo Horster veröffentlicht Ansichtskarten-Sammlung

Alpsrayer veröffentlicht Ansichts-Sammlung : Schöne Grüße aus Rheinberg

Theo Horster aus Alpsray gibt eine umfangreiche Ansichtskarten-Dokumentation zur Geschichte der Stadt Rheinberg und ihrer Ortsteile heraus.

Ansichtskarten waren eigentlich gar nicht geplant. „Meine Frau Elisabeth und ich haben in den achtziger Jahren angefangen, altes Papiergeld zu sammeln“, erinnert sich Theo Horster. „Als wir eine Börse in Essen besuchten, kamen wir zufällig in Kontakt mit Ansichtskartensammler Theo Laakmann aus Sonsbeck. Von ihm haben wir später einiges gekauft.“ Dann war die Leidenschaft für Ansichtskarten aus Rheinberg entfacht. Mittlerweile umfasst die Sammlung rund 800 der kleinen Kärtchen, etwa 600 davon allein mit Innenstadt-Motiven.

Alpsray, Borth, Budberg, Eversael, Millingen, Orsoy, Ossenberg, Pelden, Wallach, Winterswick – kein Ortsteil und keine Ortslage, aus der es nicht Ansichtskarten gibt. Nun veröffentlicht Theo Horster ein Buch über seine Sammlung. „Eine Ansichtskarten-Dokumentation zur Geschichte der Stadt Rheinberg und ihrer Ortsteile – das wird der Titel sein“, konkretisiert der 82-jährige Alpsrayer. Und oben drüber wird zu lesen sein: „Gruß aus Rheinberg“.

Horsters Exponate umfassen einen Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Das älteste Stück ist am 7. April 1897 in Borken abgestempelt und war an ein „Fräulein Luise“ adressiert. Der heutige Eigentümer hat die Karte sorgsam hinter transparenter Folie geschützt. Zu sehen ist ein Panorama mit Pulverturm, Orsoyer und Rheinstraße.

„Mein Anliegen war, es nicht nur beim Horten der Exponate zu belassen, sondern eine Art Chronik unserer Stadt herauszubringen, die Abbildungen nach Möglichkeit genau zu beschreiben, Geschichtsdaten einfließen zu lassen und die Veränderungen des Stadtbildes herauszustellen“, erzählt Theo Horster. Damit sich Rheinberger, vor allem die älteren, an vergangene Zeiten erinnern können. „Und Neubürger können sich ein Bild davon machen, wie es früher in der Stadt ausgesehen hat“, so der Sammler. Er hat eine ganze Reihe der Wohngebäude im Stadtkern, die vor langer Zeit mit historischen Häusernamen belegt waren, ausdrücklich erwähnt und zur besseren Orientierung eine Skizze des Stadtkern-Grundrisses aus dem Jahre 1821 hinzugefügt.

Bereits um 2000 hatte Theo Horster vor, eine solche Chronik herauszugeben. Es kam damals nicht dazu, allerdings ließ er für sich privat eine vierbändige Dokumentation auflegen. Es kamen weitere Karten und folglich auch weitere Bände hinzu. „Es ist klar, dass es eine ganze Reihe weiterer, besonders historischer Ansichtskarten des gesamten Stadtgebietes gibt, aber irgendwann mussten wir bezüglich des Umfanges einen Schlussstrich unter das Projekt ziehen“, sagt der Alpsrayer. Sein Buch im Format DIN A 4 gliedert er nach verschiedenen Themen. Der Band erscheint im Eigenverlag und wird in der Reihe „Rheinberger Schriften“ geführt. Wie auch schon die ebenfalls von Horster verfasste Alpsray-Chronik. „Wir finanzieren das Buch selbst“, betont der 82-Jährige. „Da verdient man nichts, man zahlt eher noch drauf. Deshalb ist es für uns wichtig zu wissen, wer ein Exemplar haben möchte. Je mehr Bestellungen, desto günstiger wird es. Rund 50 Euro wird ein Buch kosten, erscheinen soll es im November. Interessenten sollten sich kurzfristig bei Horster melden. Entweder per Mail unter theodor-horster@t-online.de oder telefonisch unter 02843 5792. Bestellungen sind auch im Stadtarchiv bei Sabine Sweetsir unter Telefon 02843 16349 beziehungsweise per Mail unter stadtarchiv@rheinberg.de möglich. Im Stadtarchiv in der Alten Kellnerei am Innenwall werden die Bände dann später auch ausgeliefert. Horster hat auch im Foyer des Stadthauses einige Blätter aus der Chronik zur Ansicht angebracht.