1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: SV Millingen bietet Betreuung an, bis die Kita öffnet

Nach vorübergehender Schließung in Rheinberg : SV Millingen bietet Betreuung an, bis die Kita öffnet

Die Kita Wolkenblick in Osseberg ist wegen Personalnot vorübergehend geschlossen. Der Millinger Sportverein macht ein spontanes Angebot für die Übergangszeit.

Weil das Personal aus unterschiedlichen Gründen (Schwangerschaft, Krankheit, Kündigung) unerwartet knapp geworden ist, musste der DRK-Kreisverband Niederrhein seine Kindertagesstätte „Wolkenblick“ im Altbau der ehemaligen Ossenberger Grundschule vorübergehend schließen. Normalerweise, so teilte das Deutsche Rote Kreuz auf Nachfrage mit, gebe es in einigen der insgesamt rund 20 Kitas im Kreisgebiet sogenannte Springer – Erzieher und Erzieherinnen, die auch in Ossenberg helfen und damit die Schließung verhindern können. Aber durch Corona- und Quarantänefälle wurden die Fachkräfte in ihren Stammeinrichtungen gebraucht und das DRK hat keine Möglichkeiten gesehen, Leute in den Wolkenblick zu entsenden. 

Dennoch zeichnet sich Hilfe ab. Nicole Puppe, die selbst ein Kind in der Ossenberger Kita hat, sah die Probleme vieler Eltern, ihre Kinder betreut zu bekommen, und fackelte nicht lange. Puppe ist im Ehrenamt Jugendwartin beim SV Millingen, der regelmäßig Spiel- und Spaßtage am Sportplatz an der Jahnstraße anbietet.

  • Als die DRK-Kita Wolkenblick im August
    Erkrankungen, Schwangerschaft, Kündigung : Rheinberger Kita „Wolkenblick“ schließt wegen Personalnot
  • Bereits am 8. Januar gibt es
    Einkaufen in Rheinberg : Wieder Sondermärkte in Ossenberg
  • Blick von oben: Millingen soll jetzt
    Neue App : Ein virtueller Dorfplatz für Millingen

Nach Rücksprache mit dem geschäftsführenden Vorstand, der sofort einverstanden war und die Sache auch versicherungstechnisch absicherte, meldete Nicole Puppe den Wolkenblick-Eltern, dass sie rund 20 Jungen und Mädchen vormittags unter der Woche von 8 bis 13 Uhr im Millinger Clubheim in einer Art Notgruppe beaufsichtigen könnte.

„Wir sind keine Kita, das muss klar sein“, so die engagierte Mutter. „Aber das Konzept unserer Spiel- und Spaßtage ist gut dafür geeignet.“ Für Donnerstag und Freitag meldeten sich noch keine Eltern. „Ich vermute, dass die meisten ihre Kinder bis zum Wochenende bereits unterbekommen haben“, so die Jugendwartin. Aber wie es nächste Woche weitergeht, könne noch niemand sagen. Bisher sei ein Kind für Montag angemeldet. 20 sollten es maximal werden – mehr sei auf keinen Fall drin.

„Ich würde das Angebot so lange aufrechterhalten, bis der Wolkenblick wieder öffnet“, sagt die hilfsbereite Mutter, die die Kinder unentgeltlich betreuen möchte. Wann der Wolkenblick wieder öffnet, ist unklar. Eine neue Kinderpflegerin soll offenbar am 1. Februar ihre Arbeit aufnehmen.

(up)