Rheinberg: Stellplätze für Wohnmobile und Auslauffläche für Hunde an der Bahnlinie

Stadtplanung in Rheinberg : Hunde sollen neben den Bahngleisen Freilauffläche bekommen

Die Stadt will den Grünstreifen zwischen dem Rheinberger Bahnhof und der Annastraße nutzen.

Die lang gezogene Fläche zwischen dem Rheinberger Bahnhof und der Annastraße entlang der Regionalbahnlinie Richtung Xanten ist ein Sorgenkind im Stadtgebiet. Entlang des Weges und in dem Grünstreifen bis zu den Gleisen sammeln sich regelmäßig Dreck, Müll und Unrat. Immer wieder werden dort in dem schlecht einsehbaren Gebiet auch Laternen und Sitzbänke mutwillig zerstört.

Nun will die Stadt im Prinzip drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie will dort im Anschluss an den Park & Ride-Platz zunächst einen Wohnmobilstellplatz und, daran anschließend, eine Hundeauslauffläche anlegen. Für beides werden seit längerem Flächen in der Stadt gesucht. Kommen sie, könnte dadurch auch das Problem der Verwahrlosung gelöst werden.

Der Bau- und Planungsausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, die für die Vermessung des Areals benötigten etwa 5000 Euro zu bewilligen. Die Kosten für die eigentliche Umsetzung sollen dann im Haushaltsplan 2020 berücksichtigt werden. Das Bahngelände war schon 2011 von einem Fachbüro als möglicher Wohnmobilstellplatz untersucht, mit Verweis auf die Lautstärke durch den Zugverkehr allerdings als nicht besonders geeignet bewertet worden. Das will die Stadt nicht in Abrede stellen, sieht aber durchaus auch Vorteile, wie die Nähe zum Stadtzentrum oder zum Bahnhof, mithin die gute Anbindung an den Nahverkehr. „Die Wohnmobilstellplätze müssen natürlich gut gegen Lautstärke abgeschirmt werden“, sagte der Erste Beigeordnete Dieter Paus.

Um eine Hundeauslauffläche hatte sich die CDU bereits 2017 bemüht und einen Prüfantrag gestellt. Unabhängig davon ist das Thema immer wieder mal öffentlich beraten worden. Im Stadthaus hat man herausgefunden, dass es immer mehr Hundebesitzer gibt, die sich eine Auslauffläche für ihre Vierbeiner wünschen. Der gar nicht so schmale Streifen an der Bahn sei ein idealer Standort, auch wegen der vorhandenen Bäume, die im Sommer Schatten spenden. Das Gelände müsste so eingezäunt werden, dass die Hunde nicht ausbüchsen können, die Tiere müssten sich auf dem Boden verletzungsfrei bewegen können, außerdem müssten Abfallbehälter für Kotbeutel und Schilder mit Hinweisen auf Nutzungszeiten und Benimmregeln aufgestellt werden.

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