Rheinberg: Städtischer Haushalt genehmigt

Investitionen in Rheinberg : Kreis Wesel segnet Rheinbergs Haushalt ab

Die Verwaltung kann jetzt Geld investieren. Unter anderem müssen die neuen Kunsträume im Gymnasium ausgestattet werden.

Der Rheinberger Rat hat den Haushalt für 2020 am 17. Dezember einstimmig beschlossen. Jetzt hat der Landrat des Kreises Wesel sein Okay gegeben. Wie die Stadt mitteilte, habe die Kommunalaufsicht die Entscheidung, die Konsolidierungsmaßnahmen, Kürzungen, Steuer- und Gebührenerhöhungen fortzuführen, um dauerhaft einen ausgeglichen Haushalt zu erreichen, begrüßt.

Insbesondere die Entwicklung der Gewerbesteuer, die im vergangenen Jahr um 9,4 Millionen Euro geringer ausgefallen ist als erwartet, mache deutlich, dass die haushalterische Lage ernst sei und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln rücksichtsvoll gewirtschaftet werden müsse. Für Bürgermeister Frank Tatzel ist die kontinuierliche Umsetzung der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem beschlossenen Haushaltssicherungskonzept – dazu zählt er auch die Anhebung der Hebesätze – wichtig, damit die Stadt dauerhaft kommunale Aufgaben erfüllen kann. „Nur durch eine konsequente Umsetzung kann ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden, um zukünftige Generationen nicht zu belasten“, sagt er.

Mit dem Inkrafttreten der Haushaltssatzung in der kommenden Woche zu einem historisch frühen Zeitpunkt kann die Verwaltung die geplanten Ausgaben und Investitionen umsetzen. Als Beispiele nennt Tatzel den Bau der Mehrfach-Turnhalle, Sanierung und Umbau des Alten Rathauses, Neubau des Kindergartens Schützenstraße, Erweiterung und Umbau der Mensa von St. Peter, die Sanierung der Gelderstraße, diverse Kanalerneuerungen und die Erweiterung der Europaschule.

Auch können die geplanten Ausgaben wie die Umsetzung der Planung des Kulturprogramms für die kommende Spielzeit, die Planung der Ferienbetreuung und die Unterhaltung der Straßen angegangen werden. Auch die Ausstattung der in den vergangenen Monaten im Dachgeschoss des Amplonius-Gymnasiums entstandenen Kunsträume kann jetzt beschafft werden. Es sind drei große, helle Räume entstanden, die nun, neben Tischen und Stühlen, mit Materialschränken und Ausstellungsvitrinen für Schülerarbeiten ausgestattet werden müssen. Zudem müssen digitale Medien gekauft werden. „Hier erwarten die Schüler moderne, helle und technisch neue Kunsträume, die den Anforderungen moderner Pädagogik entsprechen. Angefangen bei der Bestuhlung über Ausstellungsflächen, digitalen Medien bis hin zu ausreichenden Lagermöglichkeiten“, sagt der Schulleiter des Amplonius-Gymnasiums, Marcus Padtberg.