Rheinberg: Stadt weist FDP-Kritik an Auflagen für Außengastronomie zurück

Neues Pflaster in Rheinbergs City : Irritationen ums neue City-Pflaster

FDP kritisiert vermeintliche Auflagen für Außengastronomie. Stadt wundert sich.

Mit „großer Verärgerung“ reagieren die Freien Demokraten auf vermeintliche Auflagen der Stadt zur Nutzung der neu gepflasterten Fläche am Holz- und Fischmarkt beim Stadtfest am Wochenende, 15. und 16. Juni. Die Verwaltung habe das Aufstellen von gastronomischer Bestuhlung zum Schutz des neuen Pflasters untersagt, weil zum Fest noch keine offizielle Abnahme vorliege. Geöffnet werden solle der Bereich trotzdem – allerdings unter strengen Auflagen, heißt es in der Mitteilung der Partei.

Das wiederum findet der Technische Beigeordnete im Stadthaus, Dieter Paus, „sehr verwunderlich“. Denn: „Von einer Nutzungseinschränkung der Gastronomie kann keine Rede sein“, so Paus auf Anfrage der Redaktion. Das Gegenteil sei der Fall. „Wir wollen ja gerade, dass die Gastronomiebetriebe nach dem City-Umbau attraktive Möglichkeiten zur Außenbewirtung erhalten. Eine entsprechende Sondernutzungserlaubnis gehe den Betrieben noch vorm Stadtfest zu, kündigte der Beigeordnete an.

Für die FDP Rheinberg sei die Innenstadt eine „Herzensangelegenheit“, so Timo Schmitz, Vize-Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes. „Die langfristige Aufwertung der Innenstadt fördert die Lebensqualität und ist touristisch von enormer Bedeutung. Veranstaltungen wie das Stadtfest tragen zur positiven Außenwirkung unserer Stadt bei“, so Schmitz. Daher habe der FDP-Vorstand kein Verständnis für Nutzungseinschränkungen. Davon habe er von einzelnen Geschäftsleuten erfahren und kritisch reagiert. Um so erfreulicher sei es, dass an den Befürchtungen nichts dran sei und man im Stadthaus Gastronomen grünes Licht signalisiere. „Damit ist unsere Kritik hinfällig“, so der Parteivize.

Auch andere Parteifreunde im Vorstand hatten sich mit Kritik an der Verwaltung nicht zurückgehalten. Rainer Mull, ebenfalls Vize-Vorsitzender, verwies auf die Möglichkeit, den Zustand des Pflasters vor und nach dem Fest zu protokollieren. Eine Abnahme könne dann später erfolgen. Gerade durch das gastronomische Angebot in der Innenstadt werde das Stadtfest zur wichtigsten Veranstaltung des Jahres für die Stadt.

„Auflagen sind ein schlechtes Zeichen an die heimische Gastronomie, und für die touristische Vermarktung der Stadt sind sie nicht förderlich“, sagte Edeltraud Hackstein vom Stadtmarketing, Mitglied im FDP-Vorstand. Sie räumte gestern allerdings ein, etwas vorschnell auf Hinweise reagiert zu haben. Es habe geheißen, dass auch das Restaurant Zur Alten Apotheke keine Außengastronomie zum Fest betreiben dürfe.

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