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Rheinberg: Stadt sagt Kulturveranstaltungen in der Stadthalle wegen Corona ab

Sicherheitsvorkehrungen : Stadt sagt Kulturveranstaltungen ab

Vorsorge wegen Corona. Auch Gastschüler aus Frankreich sagen ihren Besuch am Amplonius-Gymnasium ab.

Die Stadt hat die nächsten Veranstaltungen des Kulturbüros in der Stadthalle mit Verweis auf das Coronavirus abgesagt. Es handele sich um eine Schutzmaßnahme, um den Dienstbetrieb der Stadtverwaltung aufrecht zu erhalten, teilte die Stadt auf Nachfrage mit. Es gehe darum, die städtischen Beschäftigten und die Besucher der Veranstaltungen zu schützen. Gerade die Aufführungen des Abendtheaters würden von vielen älteren Gästen besucht. Entschieden habe dies der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt.

„Wir haben zunächst alle Veranstaltungen des Kulturbüros bis zum 19. April abgesetzt“, sagte Dorothee Brunner vom Kulturbüro. Im Einzelnen sind das „Musical in Concert“ (Samstag, 14. März), Kabarett mit Martina Brandl (Samstag, 21. März), das Theaterstück „Dieses bescheuerte Herz“ (Dienstag, 24. März), das Kindertheaterstück „Conni – das Schulmusical“ (Freitag, 3. April) und die Komödie „Brandheiß – gelöscht wird später“ (Sonntag, 19. April).

Wie Dorothee Brunner sagte, sei es organisatorisch nicht möglich, die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. „Selbstverständlich werden bereits gekaufte Eintrittarten erstattet“, so Brunner. Kunden, die ihre Karten über das Reservix-Ticketsystem erworben haben, erhalten von dort in den nächsten Tagen weitere Informationen zur Rückabwicklung. Wenn die Karten im Kulturbüro gekauft wurden, erfolgt eine Kostenerstattung gegen Vorlage der Eintrittskarten ab dem 1. Mai im Kulturbüro.

Auch das Amplonius-Gymnasium bekommt die Folgen von Corona zu spüren. Am Montag, 23. März, sollte eine Gruppe von 31 Schülern und Schülerinnen aus Rheinbergs französischer Partnerstadt Montreuil-sur-Mer ans Gymnasium kommen. Untergebracht worden wären die jungen Franzosen in deutschen Gastfamilien. „Der Austauschbesuch ist abgesagt, die Franzosen kommen nicht“, sagte am Mittwoch eine enttäuschte Christa Möllenbeck. Die Französisch-Lehrerin ist Koordinatorin für den Schüleraustausch, der bis zum 27. März dauern sollte. Mehr Glück hatten ihre Lehrerkollegen, die eine Woche lang eine Skifreizeit in einem kleinen Ort bei Andermatt in der Schweiz begleiteten. 110 Achtklässler waren mit dabei und sind ebenso wie ihre Betreuer inzwischen wohlbehalten nach Rheinberg zurückgekehrt.

„Natürlich haben wir vorher überlegt, ob wir die Freizeit überhaupt stattfinden lassen sollen“, sagt die stellvertretende Leiterin des Amplonius-Gymnasiums, Sencan Tasci. Da es von Elternseite so gut wie keine Bedenken gegeben habe, sei man in die Schweiz gefahren. Die Lehrerin: „Wir haben viel Desinfektionsmittel mitgenommen und den Kindern eingetrichtert, dass sie alle erforderlichen Regeln umsetzen. Und das haben sie vorbildlich getan.“ Einige Kinder seien in der Schweiz auch erkrankt, man sei mit ihnen zum Arzt gefahren, wo sie ohne Komplikationen untersucht und behandelt worden seien. Fälle von Corona habe es nicht gegeben. Tasci: „Die Schweizer waren da ganz entspannt.“ Auch bei der Ein- und Ausreise sei alles glatt gelaufen.