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Rheinberg: Stadt plant Neubaugebiet in Budberg

Stadtentwicklung in Rheinberg : Stadt plant Neubaugebiet in Budberg

Der Fachausschuss berät am Mittwoch über die Änderung des Bebauungsplans. Eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern soll mit Wohnhäusern bebaut werden. Die Initiative hatte die CDU vor vier Jahren gestartet.

In Budberg an der Von-Büllingen-Straße soll ein Neubaugebiet entstehen. Auf der Fläche zwischen dem Friedhof und den bereits bestehenden Wohnhäusern auf der westlichen Seite der Von-Büllingen-Straße sollen elf Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entwickelt werden. Diese Fläche war ursprünglich mal für eine Erweiterung des Friedhofs vorgesehen. Es handelt sich um rund 2,6 Hektar Land, das derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Davon soll eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern entlang der Straße mit Wohnhäusern bebaut werden. Die dahinterliegende Fläche soll weiterhin landwirtschaftlich genutzt beziehungsweise als Fläche für Wald festgesetzt werden.

Das Thema steht am Mittwoch, 16. Juni, in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses auf der Tagesordnung. Sie beginnt um 17 Uhr in der Rheinberger Stadthalle. Dort geht es schwerpunktmäßig um das Ergebnis einer artenschutzrechtlichen Vorprüfung, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Das beauftragte Fachbüro sieht keinerlei Bedenken in Bezug auf das geplante Bauvorhaben.

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Hintergrund für die beabsichtigte Änderung und Ergänzung des Bebauungsplans ist ein Antrag der CDU-Fraktion aus dem Jahr 2017. Die CDU hatte die Verwaltung seinerzeit beauftragt zu untersuchen, ob dort Wohnhäuser gebaut werden könnten. Die Verwaltung kam zu dem Schluss, dass die Südwestseite der Von-Büllingen-Straße für eine entsprechende Entwicklung geeignet sei.

Das Bebauungsplanverfahren habe nach der zustimmenden Beschlussfassung durch den Rat nicht wie üblich mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs fortgeführt werden können, so die Verwaltung. Zunächst habe untersucht werden müssen, welche Auswirkungen der Bau von Häusern auf das Amphibienvorkommen im Umfeld habe. Schon 2015 war festgestellt worden, dass Kröten zwischen den als Laichgewässern genutzten Abgrabungsseen in Budberg und dem Wäldchen an der Von-Büllingen-Straße hin und her wanderten. Es bestand daher die Befürchtung, dass das Baugebiet gar nicht oder nur eingeschränkt verwirklicht werden könnte.

Auch der Naturschutzbund (Nabu) habe auf Nachfrage keine Hinweise zu einem Amphibienvorkommen gegeben, heißt es im Stadthaus. Es wird somit angenommen, dass das Wäldchen aufgrund der ausgeprägten Trockenheit in den vergangenen Jahren als Sommerlebensraum keine große Bedeutung mehr für die Tiere hat. Darüber hinaus werde durch die vorgesehene Aufforstung neue Lebensräume geschaffen.

(up)