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Rheinberg: Stadt geht zu lasch mit Unternehmen um, findet Kandidat Dietmar Heyde

Bürgermeister-Kandidat der Grünen : Heyde: Stadt geht zu lasch mit Unternehmen um

Dietmar Heyde, Bürgermeisterkandidat der Rheinberger Grünen, beklagt, dass in der Stadt angesiedelte Unternehmen Fakten geschaffen haben, die Belastungen für die Bevölkerung nach sich ziehen und nicht rückgängig zu machen sein könnten.

So verwandle die Kiesindustrie die Landschaft in eine Seenplatte und reduziere die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Eine fatale Entwicklung, findet Hyede: „Es kann doch nicht sein, dass der Kiesabbaubedarf durch die Absatzziele der Kiesindustrie und nicht am Bedarf der Region orientiert wird. Und das über 25 Jahre festgeschrieben werden soll. Nachhaltigkeit sieht anders aus.“

Auch dem vermeintlichen „Freifahrtschein für die Logistik-Interessen in Rheinberg” will Heyde einen Riegel vorschieben. Hier könne die Stadt selbst mitsteuern und den Schutz der Anlieger vor den Folgen des erheblich gesteigerten Schwerlastverkehrs verbessern. Da reagiere die Verwaltung gegenüber dem enorm gestiegenen Zulieferverkehr im Weihnachtsgeschäft bei Amazon äußerst entgegenkommend und ermöglicht eine Übergangslösung für Lkw-Rastplätze durch eine Einbahnstraßenregelung im Minkeldonk bis Ende Januar 2020, vor allem auch um die eh schon lärmgebeutelte Bahnhofstraße zu entlasten. „Und was passiert?“, fragt Dietmar Heyde. „Amazon stellt den Lkw-Fahrern zwei Dixi-WCs und Müllbehälter zur Verfügung und fordert die Stadt auf, ihnen zu helfen, eine weitere große Fläche für einen Lkw-Parkplatz erwerben zu können, anstatt die bestehenden, eigenen und zu großen Teilen ungenutzten Parkflächen dafür umzurüsten.“ Jetzt sei Minkeldonk immer noch Einbahnstraße und die Lkw nutzten weiter die Bahnhofstraße, ohne dass die Stadt etwas unternimmt. „Das kann nicht sein“, schimpft Heyde. Auch der Zulieferverkehr zum Aldi-Zentrallager durch Millingen mache ihn sauer. Die Kostenprobleme der Speditionen seien offenbar wichtiger als die Lärmbelästigung der Anwohner. Da müssen entschiedener eingegriffen werden. Das Problem der Lkw-Ströme müsse gelöst werden, akzeptable Bedingungen für die Fahrer geschaffen werden, so Heyde.