Rheinberg: Stadt bereitet Ausschreibung für die neue Fußgängerzone vor

Innenstadtsanierung in Rheinberg : Gelder sind bewilligt, Fußgängerzone kann erneuert werden

2020 werden Gelderstraße, Alte Poststege sowie teilweise Kamper Straße und Beguinenstraße saniert. Rheinbergs Altes Rathaus wird ab 2021 umgebaut.

Das wichtigste Schreiben ist bereits im Stadthaus angekommen: der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf für 2019. Er stellt sicher, dass das Land 60 Prozent der Kosten für die beantragten Sanierungen und Erneuerungen in der Innenstadt übernimmt. Es kann also losgehen. Gelderstraße, Beguinenstraße, Kamper Straße und Alte Poststege werden umgestaltet, das Alte Rathaus komplett auf den Kopf gestellt und es fließt Geld für das Fassaden- und Hofprogramm. Wer ein privates Haus innerhalb der Wälle hat und die Fassade erneuert, kann dafür einen Zuschuss beantragen. Bei Maßnahmen, die maximal 10.000 Euro kosten, übernimmt die Stadt die Hälfte, wenn die Vorgaben des Gestaltungshandbuchs erfüllt sind. Bisher liegt erst ein Antrag im Stadthaus vor. Die Stadt Rheinberg freut sich über insgesamt mehr Fördergeld. Damit können die inzwischen deutlich gestiegenen Kosten für den Umbau und die Sanierung des Alten Rathauses gedeckt werden.

In der Bauverwaltung sind die Mitarbeiter derzeit damit befasst, die Ausschreibung für den Umbau der kompletten Fußgängerzone (Gelderstraße), der Kamper Straße von Gelder- bis Underbergstraße, der Beguinenstraße von Gelderstraße bis Am-St.-Barbara-Garten sowie der Alte Poststege inklusive Parkplatz vorzubereiten. Die Stadt stimmt sich auch mit den Versorgungsträgern – vor allem mit dem Kommunalen Wasserwerk – ab. Die Arbeiten sollen im ersten Quartal 2020 beginnen und werden in mehreren Abschnitten insgesamt rund eineinhalb Jahre dauern.

Das Büro Fischerarchitekten bereitet gerade den Baugenehmigungsantrag für das Alte Rathaus vor. Wegen des Auftragsvolumens in Millionenhöhe muss europaweit ausgeschrieben werden. Es sind noch jede Menge Vorbereitungen zu treffen, so dass im nächsten Jahr noch nicht mit dem Beginn des Umbaus zu rechnen ist. Die Vorgabe lautet, dass Ende 2023 alles fertig sein muss.

In diesem Jahr mussten Förderanträge bis Ende September und damit zwei Monate früher als üblich vorliegen. Auf der Agenda standen die Wallanlage und das Stadtburgareal. Weil sich dafür kein Planungsbüro fand, verzögert sich die Planung um ein Jahr. Mit dem Büro Drecker aus Bottrop wurde nun ein Fachplaner beauftragt, der zusammen mit der Verwaltung arbeitet. Erste Ergebnisse sollen Anfang 2020 vorliegen.