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Rheinberg: Sprookverein mit Dagwieser auf Märkten

Sprookverein Ohmen Hendrek : Sprookverein mit Dagwieser auf Märkten

Für den Sprookverein Ohmen Hendrek ist es ein kleines Jubiläum: Mit dem „Rhinberkse Dagwieser 2021“ liegt jetzt die 30. Ausgabe des Mundartkalenders vor. Elf Ausgaben gab es nach 1928. Dann haben 2003 die „Kalenderlüj“ um Layouter Bernd Evers dieses Format wiederbelebt und seitdem jährlich herausgegeben.

Auf 104 Seiten im Format DIN A 5 haben die Autoren auch diesmal wieder „Geschechskes, Gedechskes on Dönekes mit viel Herz und Humor zusammengetragen. Geschichten von früher und heute. Insgesamt 67 kurzweilige Beiträge auf Rhinberkse Platt finden sich zwischen den Buchdeckeln.

Für alle, die im Plattdeutschen nicht sattelfest sind, gibt’s das beliebte „Nokixel“ – wichtige Vokabeln zum Nachschlagen. Selten war der Titel Dagwieser wörtlicher zu nehmen als für das kommende Jahr. In der Corona-Krise, in der weder Mundartnachmittage, Theateraufführungen noch Stammtische möglich sind, soll er den Lesern als „Wegweiser durch den Tag“ ein bisschen Freude in den Alltag bringen. Humor und Unterhaltung stehen bei dieser Ausgabe eindeutig im Mittelpunkt.

Trotz und übrigens auch mit Corona. „So haben wir einen Text über Klopapier und etwas über die Schützen, die leider nicht feiern konnten“, verrät Evers. Auch auf den Kalenderüberblick mit allen Terminen wollte das Team in der „Corona-Ausgabe“ nicht verzichten. „Wir haben unsere Veranstaltungen wie üblich aufgenommen“, berichten Vorsitzender Rolf Kuhlmann und Evers. Was am Ende tatsächlich stattfinden könne, müsse man dann sehen.

Das Team sah sich angesichts der Pandemie vor Herausforderungen gestellt. „Normalerweise treffen wir uns sechs Mal, das fiel alles flach“, erläutert „Baas“ Kuhlmann. In diesem Jahr habe es nur eine Redaktionssitzung im Sommer geben, als die Infektionslage es erlaubte. „Zum Glück gibt es das Internet“, sagt Evers schmunzelnd. Bei ihm laufen die Fäden zusammen und gehen die Beiträge via E-Mail ein. Die Produktion des beliebten Jahreskalenders in Mundart hat das Team prima gestemmt.

Doch der Verkaufsstart ist schwierig. Der beginnt traditionell mit dem Mundartfrühschoppen im Kamper Hof und in Budberg. „Aber in diesem Herbst gibt‘s keine Veranstaltung mit Publikum“, so geht hat das Team dahin, wo die Menschen sind – auf den Wochenmarkt. „Am 27. November sind wir auf dem Rheinberger Wochenmarkt, am 28. November in Ossenberg, um die 500 Dagwieser zu verkaufen“, kündigen Kuhlmann und Evers an. Darüber hinaus findet man das Büchlein in den Sparkassen-Filialen in Rheinberg, Millingen, Budberg und Borth. Es kostet 3,50 Euro.