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Rheinberg: SPD-Urgestein Erich Wehling ist im Alter von 87 Jahren gestorben

Rheinberger war 66 Jahre in der SPD : Erich Wehling ist gestorben

Im Alter von 87 Jahren ist nach längerer schwerer Krankheit der Sozialdemokrat Erich Wehling gestorben. Für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement hat die Stadt Rheinberg ihm den Ehrenring verliehen.

Erich Wehling war ein Urgestein der SPD. Vor 66 Jahren trat er in Duisburg in die Partei ein, die sein Leben geprägt hat. In die SPD sei er gegangen, weil man dort Freunde fand, viel lernen und als junger Mensch günstig reisen konnte, erzählte Wehling noch im vergangenen Jahr. Da war er für 65 und seine Frau Christel für 60 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt worden. Erich Wehling war Verwaltungsbeamter, arbeitete 45 Jahre bei der Stadt Duisburg, die dem Ehepaar auch den Weg auf die linke Rheinseite geebnet hatte. Sie hatte vorsorglich Baugrundstücke am Niederrhein gekauft, auch in Budberg. Dort baute das Ehepaar 1965/66. Rund 40 Jahre lebten sie im eigenen Haus, bevor sie sich vor 13 Jahren kleiner setzten. Aber auch in Orsoyerberg war genug Platz, um drei Kinder, sieben Enkel und acht Urenkel samt Anhang zu empfangen. Im dörflichen Budberg waren Sozialdemokraten in den 60er Jahren noch Exoten. Als Beamter entsprach Wehling nicht dem Bild des klassischen Malochers, im Ort fasste er schnell Fuß. 1968 kam er in den Budberger Rat, wurde Fraktionsvorsitzender, war dies auch nach der Kommunalen Neuordnung 1975 in Rheinberg. Mehr als 35 Jahre wirkte er als Ratsherr und Sachkundiger Bürger, dafür hat er den Ehrenring verliehen bekommen.

Am Samstag ist Erich Wehling im Alter von 87 Jahren nach längerer schwerer Krankheit gestorben. up