1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: SPD-Senioren besuchen die Alte Synagoge in Essen

AG 60 plus : Besuch der Alten Synagoge in Essen

„Wie schön!“ – das war der spontane Ausruf beim Eintritt in den Kuppelsaal der Alten Synagoge in Essen, die kürzlich von einer Gruppe der AG 60plus der SPD Rheinberg besucht wurde.

Angesichts der jüngsten antisemitischen Auswüchse in Deutschland gab es auf Seiten der Rheinberger den Wunsch, sich näher mit der Situation jüdischer Gemeinden und der jüdischen Kultur in unserem Land zu beschäftigen. Dazu bot die fachkundige Führung durch das „Haus der jüdischen Kultur“ in Essen eine sehr gute Gelegenheit. Die Synagoge aus dem Jahr 1913 war für bis zu 1500 Gläubige errichtet worden. Sie brannte in ihrem Inneren in der Pogromnacht am 9. November 1938 aus, äußerlich blieb sie unversehrt, überstand sogar die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Der imposante Bau, der heute Museum und Gedenkstätte ist, verweist auf den legendären Jerusalemer Tempel, der vor 2000 Jahren zerstört wurde. Wie präsent solche Erinnerungen von Jüdinnen und Juden ist, wurde beim Rundgang auch an anderen Stellen deutlich: bei der Erläuterung der Anfertigung und Funktion von Tora-Rollen, des jüdischen Kalenders und der Gerätschaften für den Gebrauch an hohen jüdischen Feiertagen bis hin zu den uns merkwürdig erscheinenden strengen Vorschriften für eine koschere Ernährung.

(RP)