Rheinberg: SPD kann DLB-Entscheidung nicht nachvollziehen

Rheinberg : SPD kann Entscheidung zum DLB nicht nachvollziehen

Peter Tullius, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Ratsmitglied hätte sich gewünscht, dass er vom DLB mehr Informationen zu diesem Thema bekommen hätte.

Die SPD-Fraktion wundert sich. Darüber, dass der Dienstleistungsbetrieb (DLB) voraussichtlich ab 2019 – auf absehbare Zeit keinen Grünschnitt und keinen Sperrmüll mehr annehmen möchte. Und auch darüber, dass die SPD im Betriebsausschuss als einzige Fraktion gegen dieses Ansinnen gestimmt hat (wir berichteten). Hintergrund war, dass offenbar vor allem an Samstagen bei der Annahme am Betriebsgelände an der Bahnhofstraße chaotische Zustände herrschen: Autos stauten sich auf der Bahnhofstraße, DLB-Mitarbeiter würden teilweise wüst beschimpft.

„Wir hätten uns gewünscht, dass wir vom DLB mehr Informationen zu diesem Thema bekommen hätten“, schilderte am Montag Peter Tullius, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Ratsmitglied. „Denn wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen.“

Tullius sieht ein, dass es sich samstags um 10 Uhr am DLB knubbelt und versteht auch, dass Werkleiterin Rosemarie Kaltenbach sich vor ihre Leute stellt und sie schützen will. „Aber“, so Tullius, „nach meinen Beobachtungen entspannt sich die Situation samstags nach 11 Uhr deutlich. Darauf hätte man aufmerksam machen können, um das Problem zu lösen.“

Auf das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort als gut zu erreichende Annahmestelle zu verweisen, sei eine halbherzige Sache. Peter Tullius: „Wenn ich dort eine Pkw-Ladung Sperrmüll mit umgeklappten Sitzen abgebe, kostet mich das 24 Euro, eine normale Kofferraumladung immerhin zwölf. Beim DLB ist das kostenlos. Grünschnitt wird mit fünf beziehungsweise zehn Euro berechnet, in Rheinberg kostet es drei Euro. Das ist eine erhebliche Differenz.“

Die Absicht, mit der MVA Sonderkonditionen für Rheinberg auszuhandeln, in allen Ehren, so der Politiker, „aber das hätte man vor dieser Entscheidung im Betriebsausschuss tun sollen. Jetzt wird das unter ungünstigen Bedingungen passieren“. Nicht vergessen werden dürfe auch, dass alles, was die Bürger an Grünschnitt und Sperrmüll selbst beim DLB anliefern, von den städtischen Fahrzeugen nicht abgeholt werden müsse: „Das macht sich ja auch in der Bilanz bemerkbar.“ Ziel sei es immer gewesen, dafür zu sorgen, dass die Rheinberger ihren Abfall einfach und kostengünstig loswerden können, damit nichts wild entsorgt werde.