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Rheinberg: Schwarzer Weg muss dringend saniert werden

Rheinberg : Schwarzer Weg muss dringend repariert werden

Die Straße in Wallach hat nicht nur durch den Umleitungsverkehr während der B58-Baustelle gelitten. Anwohner haben der Stadt eine detaillierte Kostenberechnung vorgelegt.

Ohne Frage: Thomas Zabel hat sich alle Mühe gegeben. Der Pumpenmeister der Nachbarschaft „Schwatte Wäch“ in Wallach ist von Beruf Diplom-Ingenieur im öffentlichen Dienst und hat auf 42 Seiten minutiös aufgelistet, was die Stadt Rheinberg seiner Ansicht nach in den Schwarzen Weg investieren müsste. Das Dossier liegt der Verwaltung inzwischen vor. Denn – und da hat Zabel viele Anwohner der Straße auf seiner Seite: Die Straße muss dringend erneuert werden. Unzählige Schlaglöcher, defekte Bordsteine und Rinnen, jede Menge Risse, kaputte Kanaldecke verleiden den Anwohnern den Spaß am Auto- oder Zweiradfahren. Rund 350.000 Euro müssten die Sanierung investiert werden, hat der Fachmann aus Wallach errechnet.

Karlheinz Kamps, auch er wohnt am Schwarzen Weg, beschreibt die Situation. „Die Fahrbahn war sowieso schon in Mitleidenschaft gezogen, weil nach wie vor die großen Busse durch die Straße fahren, obwohl uns schon vor Jahren gesagt wurde, dass sie dort gar nicht vernünftig um die Kurven fahren können. Der Umleitungsverkehr hat dem Schwarzen Weg dann den Rest gegeben.“

Als die B58 bis zum 11. Juni knapp drei Monate gesperrt war, hat sich der Verkehr durch Wallach enorm verstärkt. Das hat auch CDU-Fraktionsvorsitzender Erich Weisser schon mehrfach angemerkt. „Durch die Arbeiten an der B58 ist der Schwarze Weg jetzt schon zum zweiten Mal in Mitleidenschaft gezogen worden“, so Weisser. „Auch, weil sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die vorgegebenen Umleitungen gehalten und den Schleichweg über Niederwallach, Gathstraße und Schwarzer Weg weiter Richtung L137 genommen haben. Inzwischen fühlen sich viele Bürger auf die Schüppe genommen.“ Karlheinz Kamps dazu: „An unserer Straße kam man sich zeitweilig vor wie an einer Hauptverkehrsstraße. Ich habe an manchen Tagen bis zu 20 Schwerlaster pro Stunde gezählt. Und auch jetzt nutzen noch einige die Abkürzung über Wallach. Vermutlich, weil sie sich daran gewöhnt haben.“

Was die Anwohner nun interessiert, ist die Frage, wie es weitergeht. Kamps: „Wir haben die Verwaltung schon beim Info-Abend zur Montessorischule vor fünf Jahren darauf angesprochen und bis heute nie etwas Handfestes dazu zu hören bekommen. Wir wissen auch nicht, ob der Schwarze Weg zu den Straßen gehört, die einen neuen Kanal bekommen.“

Dieter Paus, Technischer Beigeordneter der Stadt, kann die Anwohner verstehen. „Dass mit dem Schwarzen Weg etwas passieren muss, steht außer Frage“, sagte er am Dienstag. „Deshalb werden wir die Fahrbahndecke auch in nächster Zeit erneuern.“

Mehr werde aber vorerst nicht gemacht. Und das aus einem bestimmten Grund, wie Paus erklärt: „Wir werden nach den Sommerferien den neu erstellten Generalentwässerungsplan vorstellen, der nicht zuletzt wichtig für den Rheinberger Norden ist. Daraus ergibt sich, ob auch der Kanal erneuert werden muss.“ Sollte das der Fall sein, müsse noch geklärt werden, in welcher Größenordnung und auf welcher Länge der Straße das geschehe.

Wann genau die Ausbesserungsarbeiten beginnen, kann Dieter Paus noch nicht exakt terminieren. „Auf jeden Fall noch in diesem Sommer“, sagte er.