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Rheinberg: Schnauze voraus beim Hundeschwimmen im Underberg-Freibad

Hundeschwimmen im Underberg-Freibad : Schnauze voraus!

Zum Abschluss der Freibadsaison fand zum dritten Mal das beliebte Hundeschwimmen im Underberg-Bad statt. Hunderte Vierbeiner tobten sich im Wasser aus.

„Wir wollen den Badetag für Hunde dauerhaft etablieren, es ist ein schöner Abschluss der Badesaison“, erklärte Bürgermeister Frank Tatzel, der im kommenden Jahr seinen eigenen Hund mitbringen möchte. Über Hundert Hundeliebhaber waren am Samstag zur dritten Auflage dieses Events mit ihren Vierbeinern ins Rheinberger Underberg-Bad gekommen.

Eintritt wurde nur für Hunde fällig, die bekamen dafür aber auch eine essbare Eintrittskarte. Über die Einnahmen freute sich das Gelderner Tierheim, deren Mitarbeiter an einem Info-Stand für Fragen bereitstanden. Die Wasserqualität im Nichtschwimmerbecken war übrigens absolut tiergerecht, bekräftigt Gilbert Delaporte von der DLRG Ortsgruppe Rheinberg: „Wir haben extra einige Tage gewartet, bis das Chlor sich verflüchtigt hat.“

Am Rande des Badetages konnten sich Tierhalter über die artgerechte Ernährung ihrer Schützlinge informieren oder für den Notfall vorsorgen. „Die deutsche Tierrettung verfügt über 180 Einsatzfahrzeuge in 60 Städten. Wenn ihr Hund einen Unfall hat oder einen Giftköder verschluckt, kommen wir sofort und helfen“, sagte Claudia Podjaski. Für Mitglieder ist die mobile Tierrettung inklusive medizinischer Versorgung kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zwölf Euro monatlich. Eingreifen mussten sie beim Hundeschwimmen im Underberg Bad zum Glück nicht und für den Fall, dass Hund oder Besitzer aus dem Wasser gerettet werden mussten, stand das Team der DLRG am Beckenrand bereit.

Der fünfjährige Schäferhund-Rüde „Rico“ konnte darauf getrost verzichten, denn das Wasser war ihm an diesem Tag deutlich zu nass zum Schwimmen. „Rico geht nur mit den Pfoten rein, er ist er der Typ Aquajogger“, erzählte sein Besitzer Gerburg Dicks. „Becks“ hingegen konnte bei dem Anblick nur den Kopf schütteln. Immer wieder sprang der Boxer-Border-Collie-Mischling ins Becken und jagte Tennisbällen hinterher, die Frauchen Cindy Künzler ins Wasser warf. „Der ist eine absolute Wasserratte, am liebsten würde er gar nicht mehr rauskommen“, erzählte sie.

Was auffiel, war der harmonische Umgang der Vierbeiner miteinander. Hunde aller Rassen, Farben und Größen tobten friedlich im Wasser herum. Nur „Dana“ und „Harleys“ hatten irgendwann genug vom langweiligen Plantschen, Bälle aus dem Wasser fischen und im Kreis rumschwimmen. Auf der Suche nach dem ultimativen Kick hatte das Labradorpärchen die Rutsche entdeckt. Fünf Sekunden später standen die beiden ganz oben und zogen alle Blicke auf sich. „Die sind schon mal im Landschaftspark durch die große Röhrenrutsche gejagt und hatten einen Riesenspaß dabei“, erklärte Halterin Ute Schinhofen. Gut, in der Röhre hatte sie auch niemand beobachtet. Aber hier waren plötzlich ein Dutzend Kameras auf sie gerichtet, wildfremde Frauchen und Herrchen feuerten sie an. Das war Dana und Harleys dann doch ein bisschen viel und sie verließen die Rutsche wieder über die Treppe.

Der Hundebadetag hat sich längst über die Stadtgrenzen Rheinbergs hinaus herumgesprochen. Etienne Nemitz ist mit Chihuahua-Hündin „Kannade“ aus Kamp-Lintfort gekommen. Ihr Fazit: „Das ist eine Superidee, es gefällt uns wirklich sehr gut hier.“