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Rheinberg: Respektlosen Jugendlichen drohen Anzeigen wegen Hausfriedensbruch

Polizei : Jugendliche pöbeln gegen Polizisten – jetzt drohen Anzeigen

Die Polizei macht ernst und geht in Zusammenarbeit mit der Ordnungsbehörde der Stadt Rheinberg energischer gegen Störenfriede auf Schulhöfen vor. Das bekamen jetzt vier Jugendliche in Millingen zu spüren.

Die jungen Männer – drei von ihnen 17, einer 18 Jahre alt – empfingen die Polizei am späten Mittwochabend gegen 23.40 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule am Bienenhaus an der Millinger Straße mit grölenden Jubelrufen. Anwohner hatten die Polizei um Hilfe gebeten, da sie sich in ihrer Ruhe gestört fühlten.

Die Polizeibeamten trafen die vier Jugendlichen auf der Schultreppe an. Sie hatten es sich dort mit einem Kasten Bier gemütlich gemacht. Dass die Stadt verbiete, sich nach 22 Uhr auf Schulhöfen aufzuhalten – davon will das Quartett nichts gewusst haben, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Gegenüber den Polizisten zeigten sie wenig Respekt. Ein 17-Jähriger habe unmissverständlich klar gemacht, dass ihm eine Anzeige völlig egal sei.

In der Vergangenheit war es in Rheinberg und Umgebung vermehrt zu Sachbeschädigungen an Schulen gekommen. Aus diesem Grund kontrolliert die Polizei nun stärker in unregelmäßigen Abständen die Schulhöfe. Die Anwohner werden gebeten, verdächtige Beobachtungen zu melden.

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Den vier Rheinbergern erteilten die Beamten Platzverweise, woraufhin sie den Millinger Schulhof schnellen Schrittes verließen. Das Quartett muss jetzt damit rechnen, Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs zu kassieren.

Bürgermeister Frank Tatzel begrüßt, dass die Polizei energischer gegen Störenfriede vorgeht und ihm die Namen der Betroffenen vorgelegt werden. Die Stadt werde ein solches Verhalten nicht dulden. „Allerdings“, so Frank Tatzel, „muss das mit Augenmaß geschehen. Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, ist keine gute Lösung. Wir wollen Jugendliche auch nicht sofort kriminalisieren.“