Rheinberg: Reha-Sport bei Concordia Ossenberg

Mehr Angebote für Reha-Sport : Concordia Ossenberg stellt Vereinsstruktur auf Prüfstand

Der Verein will den Reha-Sport stärker in den Fokus rücken. Am Samstag, 11. Mai, findet eine Zukunftswerkstatt statt, um auch die Wünsche der Bürger einfließen zu lassen.

Bislang wurde Reha-Sport nur in sehr begrenztem Umfang von den Krankenkassen gefördert. Nachdem der Gesetzgeber den Rahmen für Präventivmaßnahmen erweitert hat, liegt es nun an den Vereinen, die Breitensport anbieten, ihr Angebot entsprechend zu erweitern. Klaus-Peter Uhlmann von der Krankenkasse Viactiv war beim SV Concordia Ossenberg zu Gast, um über die neuen Möglichkeiten zu informieren.

Dort will man die Gelegenheit nutzen, die gesamten Vereinsstrukturen auf den Prüfstand zu stellen. „Wir fragen uns, wie der Verein in zehn Jahren aussieht, wie sind wir für die Zukunft gerüstet? Unser Vorstand hört in drei Jahren auf, was kommt danach?“, erläutert der Concordia-Vorsitzende Burghard Kretschmer. „Der Verein soll als Lebensort wahrgenommen werden, der allen Spaß macht“, ergänzt Uhlmann. Dabei sind es manchmal nur Details, die dazu beitragen. Uhlmann: „Übungsleiter sollten keinen Stress haben. Das fängt damit an, dass sie die Schlüsselkompetenz haben, und hört bei der Kommunikation innerhalb des Vereins auf.“

Was die Angebote betrifft, will man nun an der Kapellenfeldstraße den Wandel vom Sportverein zum Projektverein mit noch mehr gesundheitsdienlichen Angeboten vollziehen. Das bringt auch wirtschaftliche Vorteile, weiß Uhlmann: „Viele dieser Freizeitangebote können jetzt von den Krankenkassen gefördert werden.“

Um Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder in die Reform des Vereins einzubeziehen, sind alle Bürger eingeladen, am Samstag, 11. Mai, bei Kaffee und Kuchen in der Aula des Sportcenters an der „Zukunftswerkstatt deines Lebensortes Concordia Ossenberg“ teilzunehmen. In den drei bis vier Stunden dauernden Werkstattgesprächen soll zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Im Anschluss dürfen die Teilnehmer ihre Visionen äußern, bevor es in die Realisierungsphase geht. „Es wird keine Vorträge geben, sondern einen intensiven Austausch. Wir wollen konkret wissen, was die Menschen bewegt. Es wäre nur schön, wenn die Teilnehmer sich vorher anmelden würden“, sagt Kretschmer.

Rainer Kusch wünscht sich ein generelles Umdenken: „Es geht darum, dass sich die Vereine als Teil der Stadt sehen, ihnen die Menschen am Herzen liegen und sie attraktive Angebote für alle schaffen.“ Für den externen Berater der Stadt Rheinberg gab es gerade in diesem Punkt große Versäumnisse. 

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