Rheinberg: Regina Keber ist neue Vorsitzende im Martinskomitee Alpsray

Ehrenamt in Rheinberg : Wachwechsel im Martinskomitee Alpsray

Gerd Homölle gibt den Posten des Vorsitzenden nach 28 Jahren an Regina Keber ab.

Im St.-Martinskomitee Alpsray trägt ab sofort Regina Keber die Laterne vorneweg. Sie löst Gerd Homölle (72) ab, der seit 33 Jahren im Verein ist. Zunächst als Helfer, dann führte er als Vorsitzender den Verein 28 Jahre lang. Die Arbeit teilte er sich mit seiner Frau Anne. „Mit einem weinenden und einem lachenden Augen gehen wir“, sagt seine Frau Anne. Ein wirklicher Abschied ist es nämlich nicht, denn beide bleiben im Verein, wirken weiter mit, unterstützen Regina Keber. Sie ist allerdings schon länger im Geschäft, „denn ihr Vater war im Martinskomitee Vorsitzender und so war Regina auch immer dabei. Wir haben schon immer als Team Hand in Hand gearbeitet“, sagt Anne Homölle.

Wenn sie zusammen mit ihrem Mann auf die Amtszeit zurückblickt, haben sie viele schöne Stunden erlebt. „Das fing schon mit dem Sammeln von Haus zu Haus an“, so Anne Homölle über die Gelegenheit, Nachbarschaft über das Brauchtum zu pflegen. „Man spricht miteinander, pflegt die Nachbarschaft, packt später die Tüten. Die große Freude ist der Zug, wenn die Kinder durch Alpsray mit ihren Laternen ziehen.“ Nach dem Martinszug am Samstag wechselte in gemütlicher Runde der Vorsitz. Mit zur Tradition gehört in Alpsray für die Kinder ein fröhliches Sommerfest mit vielen Spielen.„Nach jedem Martinszug machen wir einen Kassensturz, um mit diesem Geld das Fest zu organisieren.“ Auch das gehört zu Alpsray. Die Martinsbrezel mit Kokosstreuseln und die einfache Variante. Die Bäckerei Holland in Kamp-Lintfort backt 900 dieser speziellen Leckereien, die zu den Martinstüten gehören. „Tüten, die nicht abgeholt werden, spenden wir an das Seniorenheim Kattewall und sorgen dort für große Freude“, sagt Kassierer Dirk Winkel.

Er erinnert an den Ursprung des Martinskomitees. 1926 erfolgte die Gründung aus den Reihen des Gesangsvereins Eintracht Alpsray 1853. Nur eine Unterbrechung durch den Krieg hat das Komitee erlebt. 1995 wurde es als Verein eingetragen, 1996 die Gemeinnützigkeit zuerkannt. „Wir haben 2017 das 90-jährige Bestehen gefeiert“, so Winkel. Auch für ihn ist das Bild besonders, „wenn dem reitenden St. Martin rund 500 Menschen mit Laternen und zwei Musikkapellen folgen“. In Alpsray leben rund 2000 Menschen.