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Rheinberg: Rat verabschiedet Resolution zur Superstromtrasse A-Nord

Weil sie über Rheinberger Stadtgebiet führen soll : Rat lehnt Superstromtrasse A-Nord über Wallach ab

Der Rat hat eine Resolution zur geplanten Amprion-Stromtrasse A-Nord einstimmig verabschiedet. Stadtverwaltung und Politik waren irritiert darüber, dass das Unternehmen Amprion die Variante „Rheinquerung bei Wallach/Ork“ als gleichwertig mit der bisher bevorzugten Variante „Rheinquerung bei Rees“ behandle.

Dies sei auch so kommuniziert worden. Die Stadt Rheinberg habe bislang auf einer detaillierten Stellungnahme zum Vorhaben verzichtet, da die Stadt nicht betroffen war. Laut Aussage der Amprion GmbH sei Anfang Mai 2021 mit einer Genehmigung durch die Bundesnetzagentur zu rechnen. Die Rheinberger sind nicht damit einverstanden, dass die Stromtrasse nun doch über Voerde und dann weiter über Wallach, Alpen und Kamp-Lintfort führen soll.

Die Rheinquerung bei Rees sei weiterhin die zur Genehmigung vorgeschlagene favorisierte Trasse. Unabhängig davon hat der Rat nun eine Resolution in Anlehnung an die Resolution der Stadt Voerde zur Stromtrasse A-Nord gefasst. Darin wird ein Trassenverlauf über Rheinberger Stadtgebiet grundsätzlich ablehnt. „Die Stadt Rheinberg ist sehr überrascht und zugleich irritiert über die Aussage von Amprion, dass die Variante Rheinquerung bei Wallach/Ork, die über das Gebiet der Stadt Rheinberg verläuft, in Ihrem Hause gleichwertig mit der Variante Rheinquerung bei Rees mit zu bewerten sei“, heißt es im Text. „In verschiedenen Formaten, unter anderem Bürgerinformationsmarkt, Bürgersprechstunde oder Fachgesprächen mit den Kommunen wurde bisher die Priorisierung der Trasse Rheinquerung bei Rees von Amprion aufgrund der Schwierigkeiten bei Wallach immer offen kommuniziert.“

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Die Aussagen des Kreises Wesel, dem Regionalverband Ruhr und Amprion zugunsten eines Leitungsverlaufes über Rees seien eindeutig und nachvollziehbar gewesen, so dass die Stadt Rheinberg nicht davon habe ausgehen können, dass eine Entscheidung zugunsten einer Leitungsführung über Rheinberger Stadtgebiet getroffen werden könnte. Die auch Superstromtrasse genannte Gleichstromverbindung A-Nord soll künftig eine der Hauptschlagadern im deutschen Übertragungsnetz sein.