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Rheinberg: Ralf Winstroth (Grüne) zur Debatte um den Lkw-Verkehr

Lkw-Verkehr in Rheinberg : Minkeldonk fehlt eine Wendemöglichkeit

Ratsherr Ralf Winstroth von den Grünen sieht in der Debatte um die Straße Minkeldonk weitere Ursachen beziehungsweise Defizite, die seiner Ansicht nach zu der ungewollten Überlastung der Bahnhofstraße durch Schwerlastverkehr beitragen. Sie seien bisher nicht thematisiert worden.

Seitdem ein absolutes Halteverbot auf der Straße Minkeldonk gelte, falle auf, dass die Erschließung des Gewerbegebietes Minkeldonk und auch die Alte Landstraße von Westen her (also von der A57) ausschließlich über die Straße Minkeldonk erfolge. An der Einmündung in die Alte Landstraße gegenüber der Einmündung der Hubert-Underberg-Allee fehle „eine jederzeit störungs- und risikofrei befahrbare Wendemöglichkeit für Lkw“, so Winstroth. „Da diese nicht vorhanden ist, fahren regelmäßig, gewollt und ungewollt, auch Lkw nach Osten aus der Straße Minkeldonk und biegen nach links zum Kreisverkehr an der Bahnhofstraße ab, um dann über die Bahnhofstraße weiter Richtung Autobahn zu fahren. Winstroth: „Der umgekehrte Weg ist bekanntlich noch viel stärker genutzt, solange de facto auf der Straße Minkeldonk in Fahrtrichtung Westen hemmungslos geparkt, gerastet und übernachtet wird, sogar Sattelauflieger längerfristig dort abgestellt sind, wie es bis heute der Fall ist.“ Da müsse eine Lösung geschaffen werden, damit Lkw wenden könnten. Desweiteren erinnert der Ratsherr an einen Antrag der Grünen-Fraktion, der neben Tempo 30 auf der Xantener Straße auch beinhaltete, den reinen Lkw-Transit für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen durch den Stadtkern zwischen den Kreisverkehren Melkweg und Bahnhofstraße sowie der Einmündung Xantener Straße auf die L137 von Norden, Süden, Westen her zu unterbinden. Dieser Antrag sei allerdings abgelehnt worden. Ein solches Durchfahrverbot hätte dazu führen können, den nächtlichen Lkw-Verkehr durch den Stadtkern zwischen A57 und L137 zu verhindern.

Er bitte die Straßenverkehrsbehörde, diese Maßnahme erneut zu prüfen und umzusetzen, gegebenenfalls auch nur testweise. Ralf Winstroth: „Die Befugnis und auch den Schutzauftrag für die anderen Verkehrsteilnehmer als Schwerlastverkehr sowie die Wohnanlieger und die Umwelt hat die Behörde mit Einschränkungen.“ Ansonsten bleibe abzuwarten, ob, wann und wie die weiteren konkreten Punkte, die der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität am 8. Dezember allesamt einstimmig neben dem absoluten Halteverbot beschlossen hat, umgesetzt werden. Sie sollen die Bahnhofstraße vom Schwerlastverkehr entlasten. Das betreffe auch die Hubert-Underberg-Allee, die entgegen der Planung und Beschlusslage wieder verstärkt als Lkw-Rast- und Übernachtungsplatz missbraucht werde und teilweise, vor allem Richtung Alte Landstraße, recht verwahrlost sei.

(up)