Rheinberg: Radweg an der Xantener Straße wird neu gepflastert und asphaltiert

Rheinberg: Das Ende der Radweg-Buckelpiste

Im Auftrag der Stadt wird ein 750 Meter langes Teilstück an der Xantener Straße saniert. Vorerst nur auf der stadteinwärts liegenden Seite. Bis Ende November soll alles fertig sein. Nächste Woche wird gepflastert und asphaltiert.

Die Älteren werden sich an die Reporter-Legenden Alfred Zerban und Gernot Röthig erinnern. Immer samstags testeten die beiden für das WDR-Radio ein Automodell. Irgendwann ging es auf die „Marterstrecke“ und man spürte beim Zuhören förmlich, wie die beiden im Wagen hin- und hergeschleudert wurden. Am Ende des Beitrags sagte dann eine tief runtergepitchte Männerstimme: „Fahren Sie bitte vorsichtig – immer!“

An die Zeiten von Alfred Zerban und Gernot Röthig fühlt man sich jedes Mal erinnert, wenn man mit der Fiets auf dem Radweg an der Xantener Straße unterwegs ist. Es ruckelt und schuckelt so, als sei die von der CDU beantragte „Pump Track“ für junge Gelände-Biker schon gebaut. Nicht besonders schön, und das schon seit vielen, vielen Jahren.

Doch das Marterstrecken-Gefühl gehört bald der Vergangenheit an. Denn die Stadt lässt den Radweg endlich sanieren. Zwischen dem „Brückenhaus“ und dem Dänischen Bettenlager sind Tobias Trillhose und Sascha Eis, beides Mitarbeiter des Kalkarer Bauunternehmens Völkers, schon seit Anfang der Woche zu Gange. Das graue Pflaster ist aufgenommen, der Unterbau wird repariert.

„Zwischen der Einmündung Räuberstege und der Dr.-Aloys-Wittrup-Straße überarbeiten wir den Radweg“, schildert Robert Braun, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt, auf Anfrage. Nächste Woche beginnen die Pflasterarbeiten, die werden sich rund eine Woche lang hinziehen. Verlegt wird wieder graues Pflaster. Neues.

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Anschließend geht es zwischen Dr.-Aloys-Wittrup-Straße (ab dem Kiosk) bis zum Sportplatz von TuS 08 weiter. Braun: „Dort sind in den vergangenen Tagen schon Vorarbeiten erledigt worden. Wegen der Höhenunterschiede musste der Boden reguliert werden.“ Nächste Woche wird die neue Asphaltdecke aufgezogen. Der Fachbereichsleiter: „An einigen Stellen – da, wo es möglich war – haben wir den Radweg auch verbreitert.“

Im Nachgang müssen die Bauleute noch Randarbeiten erledigen, dann können die Baumaschinen abziehen und die Sperrzäune abtransportiert werden. Robert Braun: „Wir gehen davon aus, dass bis zum 30. November alles fertig ist.“

750 Meter lang ist die neue Radwegpiste. Für die Sanierung hat die Stadt rund 100.000 Euro eingeplant. Es bleibt vorerst bei der Sanierung des Radwegs auf der westlichen Seite der Xantener Straße (also stadteinwärts, auf der den Schulen zugewandten Seite). Auch die gegenüberliegende Spur hat es bitter nötig. Wann es dort losgeht, kann Robert Braun noch nicht sagen. Aber irgendwann auf jeden Fall. Das dort vorerst alles so bleibt wie es ist, dürfte, wenn sie noch in Amt und Würden wären, zumindest den Reportern Alfred Zerban und Gernot Röthig gefallen. Weil sie Marterstrecken mochten. Alle anderen werden sagen: Bitte auch dort schnell alles neu machen!

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