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Rheinberg: Politik gibt grünes Licht für den Bau des Pumptracks

Jugendhilfeausschuss in Rheinberg : Politik gibt grünes Licht für den Bau des Pumptracks

Der Pumptrack kann gebaut werden. In Rheinbergs Jugendhilfeausschuss wurden keine großen Worte mehr um den geplanten Asphaltparcours, der auf dem ausgedienten Bolzplatz zwischen Fossa und Tennishalle angelegt werden soll, mehr gemacht.

„Alles gut, nicht lange reden, loslegen!“ – so etwa klang die einstimmige Aufforderung der Politik an die Verwaltung.

Bereits im September waren die in Workshops erarbeiteten Entwürfe vorgestellt worden. Zwischenzeitlich hatten rund 20 Anwohner aus der Umgebung des Pumptrack-Standortes bei der Verwaltung schriftlich die Bitte einer Anhörung eingereicht, da sie zu viel Lärm befürchteten. Als Reaktion darauf wurde ein Lärmgutachten erstellt und es gab einen Informationsabend für die Bürger, bei der Pläne und Gutachten vorgestellt wurden (wir berichteten). Das Lärmgutachten machte deutlich, dass der Lärmpegel an den naheliegenden Häusern 43 Dezibel nie überschreitet. Genehmigt sind tagsüber 55 Dezibel und in den Nachtstunden 50 Dezibel. Auch andere Bedenken der Anwohner konnten entschärft werden.

Der beauftragte Landschaftsarchitekt Ralf Maier stellte den Entwurf vor. Wortmeldungen aus den Reihen der zahlreich erschienenen jugendlichen Teilnehmer trugen dazu bei, dass viele Bedenken und Ängste der Anwohner abgemildert werden konnten. Am Ende blieben kaum noch Fragen unbeantwortet.

Geplant ist nun, dass bis Mitte Februar die Ausführungsplanung abgeschlossen sein wird. Die Anzahl der Sitzbänke wird in einer angepassten Planung verringert. Der Bauantrag soll noch im Februar gestellt werden. Die Bezirksregierung wird bei jedem Planungs- und Durchführungsschritt frühzeitig beteiligt, weil der Pumptrack als Leader-Projekt gefördert wird. Im Herbst 2020 soll die Anlage fertig sein.

In den Haushalt 2020 wurden 384.000 Euro als Gesamtkosten eingestellt. Darin enthalten sind die Kosten für die gesamte Anlage, Planung, Vermessung, Bodengutachten und Lärmgutachten. Die Leader-Förderung liegt bei 65 Prozent, sodass mit einer Förderung in Höhe von 249.000 Euro zu rechnen ist. Die Stadt muss 135.000 Euro beisteuern.