Podiumsdiskussion in Rheinberg Gut eingestimmt auf die Europawahl

Rheinberg · Unter dem Themenschwerpunkt, „Was bedeutet Europa für mich“ kreiste eine Podiumsdiskussion an der Europaschule Rheinberg um Sicherheitspolitik, Medien, Klima und Migration. Auf dem Podiums saßen Vertreten von CDU, SPD, Grünen und FDP.

FDP-Kandidat Michael Terwiesche aus Moers (stehend) bei einem Wortbeitrag. Rechts zu sehen: René Schneider, Landtagsmitglied der SPD.

FDP-Kandidat Michael Terwiesche aus Moers (stehend) bei einem Wortbeitrag. Rechts zu sehen: René Schneider, Landtagsmitglied der SPD.

Foto: ESR

Kurz vor der Europawahl hatten Schülerinnen und Schüler der Rheinberger Gesamtschule sowie andere Interessierte gleich zwei Gelegenheiten, sich über europarelevante Themen auszutauschen. Auf Einladung von Klaus Vaupel, Abteilungsleiter III an der Europaschule, berichtete zunächst der CDU-Europaparlamentarier Stefan Berger über seine Arbeit. Er stellte sich den Fragen der etwa 40 Jugendlichen der Jahrgangsstufe 11.

Später fand dann eine Podiumsdiskussion statt. Mit dabei waren neben Stefan Berger (CDU), Mitglied des Europaparlaments, zwei weitere Politiker und eine Politikerin: Rene Schneider, Mitglied des Landtags NRW (SPD), Michael Terwiesche (FDP, Rechtsanwalt aus Moers, kandidiert für das Europäische Parlament) und Janina Singh (Europakandidatin für die Grünen in Wittgenstein).

Wer mindestens 16 Jahre alt ist und in der Europäischen Union wohnt, ist aufgerufen, am 9. Juni ein neues Europaparlament zu wählen. Das bedeutet für viele der Oberstufenschülerinnen und -schüler, dass sie dieser Verantwortung zum ersten Mal nachkommen werden.

Umso wichtiger war es den Politikern und Politikerinnen, in der Podiumsdiskussion, das jeweilige Profil ihrer Partei zu erläutern. Denn besser als beim Lesen eines Parteiprogramms, könne man sich durch einen offenen Diskurs eine Meinung bilden, gab eine Schülerin aus der Oberstufe auf Nachfrage an. Wählen gehen sei eine demokratische Pflicht, erklärte sie, denn es gäbe zu viele Länder, in denen würden Jugendliche sich freuen, wenn sie zu wichtigen Fragen des Lebens gefragt würden und ihre Meinung offen dazu kundtun dürften.

Martin Reichert, Leiter der Europaschule Rheinberg, eröffnete diesen Teil der Veranstaltung mit einem Zitat von Platon: „Diejenigen, die sich weigern, politische Entscheidungen zu treffen, machen sich ebenso schuldig wie die, die falsche Entscheidungen treffen.“ Reichert sagte, ihm sei der Bildungsauftrag, junge Menschen auf dem Weg zu verantwortungsvollem Wahlverhalten zu begleiten, äußerst wichtig. Daher habe er die Schüler und das gesamte Organisationsteam bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung besonders gerne unterstützt.

Sowi-Lehrerin Naumann und Thomas Ververs, Europakoordinator, hatten die Podiumsdiskussion intensiv vorbereitet. Schüler-Expertengruppen, stellten Leitfragen und zwei Moderatoren aus den Reihen der Schülerschaft führten durch den Abend. Nach einer Vorstellungsrunde mit dem Themenschwerpunkt, „Was bedeutet Europa für mich“ kreiste die Diskussion um Sicherheitspolitik, Medien, Klima und Migration.

Die Diskussion zwischen den Parteivertretern gab dem Publikum einen Einblick in die verschiedenen Lösungsstrategien zu den großen Problemen der Zeit. Lebhaft wurde es zum Ende hin, als es in offener Runde unter anderem um Gleichberechtigung ging.

Swen Denzau, Rheinberger CDU-Politiker und Gast des Abends, hält solche Veranstaltungen besonders wichtig. Jede Stimme zähle, denn Wahlen seien ein wichtiges Mittel, Demokratie zu gestalten, sagte er.

Bereits am Nachmittag htate sich Stefan Berger auf Einladung von Klaus Vaupel, dem Abteilungsleiter III der Europaschule, den Fragen der etwa 40 Jugendlichen der 11. Klasse gestellt, nachdem er seine Arbeit im Europaparlament beschrieben und über aktuelle Themen referiert hatte. Sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der im Nahen Osten sei im Europaparlament allgegenwärtig, es müsse täglich um viele Entscheidungen gerungen werden, die Verantwortung, das richtige zu tun sei groß, sagte er.

Er hob hervor, dass Europa mit seinen 27 Mitgliedsstaaten der größte Binnenmarkt der Welt und eine wirtschaftliche Weltmacht sei, dass das Europäische Parlament das größte Parlament der Erde sei und dass Europa seiner Ansicht nach unbedingt zu erhalten sei. Denn die großen Probleme dieser Zeit – Klimawandel, Wirtschaft und Sicherheit – seien gemeinsam besser zu bewältigen.

(up)
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