Rheinberg: Parkplatz an der L137

Rheinberg : FDP: Eindeutige Abstimmung zum Parkplatz an L 137

In der Diskussion um die Frage, ob der Parkplatz an der Landstraße 137 in Winterswick für Lkw gesperrt werden sollte, liegen Grüne (die eine solche Sperrung beantragt hatten) und FDP (die absolut dagegen sind) weit auseinander.

Nachdem Ralf Winstroth von den Grünen seinen Unmut darüber geäußert hatte, dass der Antrag seiner Fraktion abgelehnt worden war (wir berichteten), reagiert nun FDP-Fraktionsvorsitzender Herbert Becker darauf. Für ihn ist der Parkplatz an der alten B 57 einer, wie es gleiche Parkplätze auch an anderen Straßen gibt.

„Nachdem sich die Verbrauchergewohnheiten in den letzten Jahren zum Online-Handel gewandelt haben und die Konsumenten eine absolute Versorgungssicherheit voraussetzen, haben sich auch die Autoverkehre gewandelt“, so Becker. „Bedingt durch auch gewollte Logistikunternehmen in Rheinberg hat die Zahl der Lkw-Bewegungen zugenommen. Parkplätze werden benötigt, damit die lenkenden Mitarbeiter der Speditionen nach vollzogenen Lenkstunden die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten können.“

Der Parkplatz in Winterswick werde von den Lkw-Fahrern als ein solcher Pausen-Parkplatz angenommen, nachdem andere Parkmöglichkeiten im Stadtgebiet durch bauliche Maßnahmen verhindert worden seien.

Der zuständige Straßenbaulastträger, der Landesbetrieb Straßenbau NRW, sehe in Winterswick keinen dringenden Handlungsbedarf, da die Problematik von vergleichsweise minimaler Wichtigkeit sei, so der Liberale.

Unterdessen weise die Stadtverwaltung darauf hin, dass eine Sperrung „einen Verdrängungseffekt mit sich führen würde“. Becker: „Der Ausschuss bat die Verwaltung zu prüfen, ob auf dem Amazongelände weiterer Parkraum für Lkw geschaffen werden könne. Außerdem solle im neuen Haushalt gegebenenfalls Geld für einen Müllbehälter bereitgestellt werden, um die Verunreinigung des Parkplatzes Winterswick zu vermeiden.“

Da es sich bei den Fahrern der Lkw um Menschen handele, die Pausen benötigen und um Verdrängungseffekte und weitere Nachteile zu vermeiden, hätten die 15 Ausschussmitglieder von CDU, SPD, der FDP und der Linken beschlossen, den Parkplatz zur Zeit nicht zu schließen, was die vier Grünen-Vertreter nach wie vor forderten.

Herbert Becker: „Nachdem also nahezu 80 Prozent der Ausschussmitglieder sich gegen eine frühzeitige Schließung des Parkplatzes ausgesprochen hatten, ist es umso verwunderlicher, dass mit Ralf Winstroth ein Nicht-Ausschussmitglied der Grünen diese Entscheidung kritisiert.“