Rheinberg: Ossenberger Vereine gratulieren der Herzogin

Schloss Ossenberg : Vereine gratulieren der Herzogin

Karen Herzogin von Urach von Schloss Ossenberg ist 60 Jahre alt geworden.

1987 kam Karen Herzogin von Urach zum ersten Mal nach Ossenberg, um ihren Onkel Clemens Graf Berghe von Trips zu besuchen. Schon ein Jahr später, am Geburtstag ihres Onkels, wurde sie Gräfin derer von Trips und damit Hausherrin in Haus Ossenberg, wie der Adelssitz offiziell heißt. Von Beginn an öffnete sie den großzügig bemessenen Innenhof, die Remise und ihr Haus für alle Ossenberger. Der Start des Schützenfestes findet dort ebenso statt wie das Prinzentreffen des KAG Ossenberg oder die Verteilung der Martinstüten.

Jetzt feierte die Herzogin ihren 60. Geburtstag, einen Termin, den sich die Ossenberger Vereine nicht entgehen lassen wollten. Um 19 Uhr versammelten sich Vertreter der Feuerwehr-Löschgruppe Ossenberg und der Feuerwehr-Musikkapelle Rheinberg, des Karneval-Ausschuss-Gemütlichkeit, des Schützenvereins, des Heimat- und Schlosskapellenvereins sowie das Martinskomitee am Feuerwehr-Gerätehaus, um gemeinsam in einem Fackelzug zum Schloss zu ziehen.

Karl Caniels gratulierte der Herzogin im Namen der Ossenberger und erinnerte an den Aufstieg der Gräfin in den Herzogstand: „Sie hat sich einen Mann geangelt, der zu ihr und dem Schloss passte und auch noch dem Grafen gefiel. Jetzt haben sie das Glück, schon drei erwachsene Kinder zu haben.“ Der lockere Umgangston ist ein Zeichen guter Nachbarschaft, in der es keinerlei Distanzen zwischen Adel und Bürgern gibt. Caniels bedankte sich dafür, dass die Jubilarin ihr Haus öffnet und hob die Verlässlichkeit der Gastgeberin hervor: „Ein von Ihnen gegebenes Wort zählt und hat Bestand.“

Dass viele im Dorf gesagt haben „wie, die wird schon 60“, sei laut Caniels das schönste Kompliment. Der Grund, weshalb man der Herzogin das Alter nicht ansieht,habe auch mit dem maroden Zustand des Herrenhauses zu tun. „Sie haben ein großes Haus mit vielen Baustellen übernommen, von denen sie viele selbst erledigen. Es scheint, dass die Arbeit sie jung hält“, mutmaßte Caniels und überreichte der verdutzten Karen von Urach einen Eimer voller Pinsel.

Während die Gäste im Schloss anstießen, klärte Caniels auf: „Samstag ist sie mit ihrem Mann zum Oktoberfest nach München gefahren und Montag hat sie den Pferdestall von innen und außen gestrichen.“ Auch, damit sich die Ossenberger weiter bei ihr wohlfühlen. „Wir haben eine sehr gute Nachbarschaft, ich wohne wirklich gerne hier,“ versichert die Schlossherrin.

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