Sanierung der K14 in Rheinberg Imbissstube leidet unter Baustelle

Rheinberg-Ossenberg · Die Kreisstraße 14 von Ossenberg bis Borth wird bis zum Ende der Sommerferien saniert. Betroffen ist auch Dirk van Dawen, der sein Lokal an der Schloßstraße eine Woche lang schließen musste. Er fühlt sich schlecht informiert.

 Dirk van Dawen ist sauer: Eine Woche lange musste er sein Lokal in Ossenberg wegen der Straßensperrung schließen.

Dirk van Dawen ist sauer: Eine Woche lange musste er sein Lokal in Ossenberg wegen der Straßensperrung schließen.

Foto: Armin Fischer

Dirk van Dawen ist ziemlich sauer. Acht Tage lang habe er seinen Ossenberg-Imbiss an der Schloßstraße in Ossenberg schließen müssen. „Am vergangenen Mittwoch war plötzlich alles gesperrt und mein Lokal war nicht mehr erreichbar“, sagt er sichtlich angefressen. „Und es hat vorher nicht mal eine kleine Information gegeben. Das kann man doch nicht machen. Ich meine, das ist mein Geschäft und ich hatte von jetzt auf gleich keine Einnahmen mehr.“ Hätte man ihn informiert, hätte er planmäßig Betriebsferien einschieben und seine Kunden rechtzeitig informieren können.

Dirk van Dawen weiß, dass der Kreis Wesel schon Ende Mai in Pressemitteilungen auf die bevorstehende Sanierung der Kreisstraße 14 von Ossenberg bis Borth hingewiesen hat. Am 5. Juni rückten dann auch die Baumaschinen planmäßig an. Das 2,6 Kilometer lange Straßenstück von der Solvay-Kreuzung bis Borth sollte bis zum Ende der Sommerferien in vier Abschnitten neu asphaltiert werden.

„Der Zeitplan war mir bekannt. Doch daran haben sich die Verantwortlichen leider nicht gehalten“, erläutert Dirk van Dawen. Das sei ihm am vergangenen Mittwoch schlagartig klar geworden, als er mit frisch eingekaufter Ware im Auto an seinem Imbiss angekommen sei und alles versperrt gewesen sei.

Seit Dienstag nun könne man Ossenberg von Borth aus wieder erreichen. Von der anderen Seite sei sein Imbiss erreichbar, wenn man über die Graf-Luitpold-Straße fahre, dann am Hotel Pepperpot nach rechts in die Kirchstraße abbiege und schließlich über die Berkastraße in die Schloßstraße fahre.

Eine Woche lang sei sein Imbiss zwangsweise geschlossen gewesen, das ärgere ihn gewaltig, gesteht Dirk van Dawen. „Steuern und andere Gelder muss ich sofort an die Behörden überweisen, da wird man gar nicht erst gefragt. Aber anders herum wird offenbar keinerlei Rücksicht genommen.“

Inzwischen hat die Stadt Rheinberg öffentlich darauf hingewiesen, dass eine Vollsperrung der Straße in Ossenberg aus technischen Gründen unvermeidlich sei. Da die Arbeiten schneller als geplant vorangingen, sei bereits am Dienstag mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen worden. Die Arbeiten dort sollen bis spätestens zum 14. Juli abgeschlossen sein. Die Stadt: „Es erfolgt eine Vollsperrung der Graf-Luitpold-Straße zwischen der Schloßstraße und der Kirchstraße.“ Die bestehende Umleitung bleibe weiterhin gültig. Die Stadt Rheinberg bittet in erster Linie die betroffenen Anliegerinnen und Anlieger um Verständnis dafür, dass die Grundstücke mit Fahrzeugen während der Bauphase nur bedingt zugänglich bleiben. Die beauftragte Baufirma stehe den betroffenen Anwohnern aber zur Verfügung.

Wenn der Bauabschnitt abgeschlossen sei, werde mit der letzten Etappe begonnen. Dann ist der Abschnitt zwischen Kirchstraße und Xantener Straße (Landstraße 137) an der Reihe. Auch dort werde voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Baumaßnahme soll noch in den Sommerferien vollständig abgeschlossen sein. Die Stadt Rheinberg bittet die betroffenen Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Der Kreis Wesel will sich am Mittwoch, 28. Juni, in einer Stellungnahme zu der Kritik des Ossenbergers äußern.

(up)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort