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Rheinberg: Orsoyer Schützenbesen kommt wieder in Schwung

Engagement des Schützenvereins : Orsoyer Schützenbesen kommt wieder in Schwung

Besenrein hat der Vorstand der Bürgerschützen das Orsoyer Rheintor gehalten, und das über die gesamte Zeit der Pandemie. Jetzt wurde der Besen wieder weitergereicht.

Besenrein hat der Vorstand der Bürgerschützen das Orsoyer Rheintor gehalten, und das über die gesamte Zeit der Pandemie. „Die letzte Besenübergabe fand im Mai 2019 statt. Danach herrschte Stillstand“, sagt Präsident Andreas Blumenstengel (47). Selbst das amtierende Königspaar Ronald Adam und Angelika Könings geht bis 2023 in eine zweijährige Amtsverlängerung. In regelmäßigen Abständen trafen sich mindestens sechs Schützen vor Café Hagemann, um Unkraut zu zupfen und Unrat rund um das Rheintor zusammenzukehren.

Robert Schneiders schmeißt dann seinen Fendt, Baujahr 1956, an und versorgt mit kühlen Getränken die Müllsammler. „Das sieht manchmal wie ein Schlachtfeld aus. Vieles sind Hinterlassenschaften der Touristen. Besonders schlimm ist es allerdings nach Silvester, wenn auf dem Rheintor gefeiert wurde“, so Schneiders. Jetzt wurde der Besen an die erste Kompanie übergeben. „Wir fahren ganz allmählich unser Vereinsleben hoch und hoffen, dass die Lage sich weiter entspannt“, sagt der Präsident, hinter dem rund 400 Mitglieder, verteilt auf drei Kompanien, stehen.

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Im September knüpften sie mit einem kleinen Umzug und einer Kranzniederlegung vorsichtig an ihre Veranstaltungen an. Geplant ist für das ausgefallene Schützenfest 2019 eine Ersatzveranstaltung am 2. Oktober für die Kinder. Im November ist eine Mitgliederversammlung angesetzt, bei der es um Wahlen und eine Satzungsänderung gehen wird. „Wir machen uns zukunftsfähig“, sagt der Präsident über die Tagesordnung. „Corona hat uns unsere Baustellen offengelegt. Denen haben wir uns gestellt. Wir müssen jetzt handeln, wenn wir weiter Bestand haben wollen“, so Blumenstengel. Mit der Satzungsänderung soll es Frauen möglich sein, bei den Bürgerschützen Mitglied zu werden und sich aktiv einzubringen. Der Bürgerschützenverein Orsoy von 1551 pflegt Brauchtum und Tradition und stellt sich aber gleichzeitig weiteren Herausforderungen im 21. Jahrhundert, in dem besonders die Jugend verstärkt digital in sozialen Netzwerken unterwegs ist. „Wir haben auch ein neues Konzept für die Jugendarbeit entwickelt und wollen uns verstärkt um den Nachwuchs kümmern“, so der 47-Jährige. „Wir sind ebenfalls auf der Suche nach Vereinsräumen, die uns bislang fehlten.“ Gesponsert werden die Bürgerschützen bei ihren Aktivitäten am Rheintor von Café Hagemann und dem Postgrill.