Antrag des Martinskomitees Noch unklar, ob Sankt Martin eine Straße in Rheinberg bekommt

Rheinberg · Das Martinskomitee hatte beantragt, einen Weg, einen Platz, eine Straße oder eine Gasse nach dem Heiligen Martin zu benennen: Das Problem: Es gibt vorerst keine neue Straße und ein Ratsbeschluss schreibt Frauennamen vor.

 Mit einem Straßennamen soll an die Sankt-Martins-Tradition erinnert werden (Symbolfoto).

Mit einem Straßennamen soll an die Sankt-Martins-Tradition erinnert werden (Symbolfoto).

Foto: Armin Fischer (arfi)

Ob Straße, Platz, Gasse oder Weg – das ist dem Sankt-Martins-Komitee egal. Aber, so sagten es Präsident Clemens Geßmann und Ehrenpräsident Heinz-Dieter Bartels in ihrem Antrag an den Haupt-, Finanz- und Personalausschuss, eine Anschrift sollte Sankt Martin in der Stadt in jedem Fall gewidmet werden.

Dagegen hatte die Politik grundsätzlich auch gar nichts einzuwenden. Philipp Richter von der SPD hatte sogar schon eine Idee: Der Schulhof der Pulverturmschule biete sich an, da der Sankt-Martins-Umzug in der Innenstadt dort endet und dort die Mantelteilung stattfindet. Edeltraud Hackstein von der FDP würde es begrüßen, wenn in der Innenstadt an Sankt Martin erinnert würde.

Luise Theile von den Grünen wies darauf hin, dass es einen rechtskräftigen Ratsbeschluss gebe, nachdem neue Straßen im Stadtgebiet so lange nach Frauen benannt werden sollen, bis nach Frauen und Männern benannte Straßen gleich auf seien – „und bei 50 Prozent sind wir noch lange nicht“. Das sei richtig, machte Dieter Paus, der Technische Beigeordnete, deutlich. Mit der Widmung des Klaus-Bechstein-Platzes am Wohngebiet Moerser Straße sei man allerdings einmal (im Frühjahr 2022) davon abgewichen. Und ein Stück des Kattewalls wurde nach Paul Feltes benannt (Paul-Feltes-Weg) Hinzu komme, dass es in nächster Zeit im Stadtgebiet keine neue Straßen gebe, die gewidmet werden könnten. Eine Ausnahme sei die Schwester-Consolatis-Straße, die im künftigen Baugebiet an der Baerler Straße in Orsoyerberg entsteht.

Das Rheinberger Frauenforum hatte sich schon vor rund 20 Jahren dafür stark gemacht, Straßen nach Frauen zu benennen, die sich um die Stadt Rheinberg verdient gemacht haben. In den vergangenen Jahren wurden in Rheinberg Straßen unter anderem nach Maria Kann, Bela von Glinde und Maria Schiffer benannt. Wie es nun mit der Idee einer Sankt-Martin-Straße in Rheinberg weitergeht, blieb weiter offen.

(up)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort