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Rheinberg: Neues Briefporto sorgt für Gesprächsstoff

Rheinberg : Neues Briefporto sorgt für Gesprächsstoff

Ein Standardbrief kostet jetzt 80 statt bislang 70 Cent. Mitunter sind 10-Cent-Briefmarken ausverkauft.

(nbm) Nachdem die Bundesnetzagentur am 19. Juni grünes Licht gegeben hatte, war klar: Zum 1. Juli wird das Briefporto teurer. Ein Standardbrief kostet jetzt 80 statt bislang 70 Cent. Für viele Privat- und Geschäftskunden der Post bedeutete das: Wer am letzten Wochenende Briefe geschrieben, kuvertiert und mit einem 70-Cent-Postwertzeichen versehen hatte, musste am Montag mit zehn Cent nachfrankieren.

Doch das sei gar nicht so einfach gewesen, wie ein RP-Leser schreibt. Eine Mitarbeiterin seines Unternehmens habe die 10-Cent-Ergänzungsmarken in der Postfiliale an der Orsoyer Straße kaufen wollen, um die Bestände der alten 70-Cent-Marken aufzustocken. „Doch sie hat nur 30 Stück erhalten – mit der Begründung, die Abgabe sei auf 30 Stück reglementiert“, ärgert sich der Unternehmer. Und auch die neuen Wertmarken sollten angeblich erst ab August erhältlich sein.

Dass es bei den Ergänzungsmarken im Wert von 10 oder 15 Cent in einzelnen Filialen zu Engpässen kommen könne, räumt Britta Töllner, Pressesprecherin bei der Deutschen Post, ein. Sie betont aber, dass diese binnen 24 Stunden nachgeliefert werden. Das bestätigt auch Albert Mehmeti vom Postshop an der Orsoyer Straße. Dienstagnachmittag seien die „Zehner“ ausverkauft gewesen, doch schon am Mittwochvormittag habe die Post nachgeliefert. Für die Kunden habe das aber keinerlei Einschränkungen oder Nachteile bedeutet: „Wir haben die Briefe der Kunden angenommen und hier nachfrankiert“, so Mehmeti. Was im Übrigen auch vereinzelt geschehen sei. Auch mit den „Neuen“ sei seine Filiale gut und ausreichend bestückt.

Mehmeti führt neben dem Postshop in Rheinberg noch eine Filiale in Duisburg-Homberg. „Hier habe ich allein am Montag 20.000 Exemplare der 10-Cent-Marken verkauft – wir hatten mehr zu tun als zu Weihnachten“, wundert sich Mehmeti. Dass es bei einem solchen Ansturm kurzfristig zu Engpässen kommt, sieht er nicht als Problem.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, sich die Postwertzeichen – unter anderem auch die Ergänzungsbriefmarken – am heimischen Computer selbst auszudrucken. Ganz legal. Im Internetshop der Deutschen Post. „Hier kann man sich außerdem auch Briefmarken bestellen, die dann direkt nach Hause geliefert werden“, informiert Post-Sprecherin Britta Töllner.