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Rheinberg: Neuer Pächter für das Bürgerzentrum Alpsray

Rheinberg : Neuer Pächter für das Bürgerzentrum

Sami Durak, seit 30 Jahren Veranstalter zahlreicher Konzerte, eröffnet am Freitag das „to hoop“ in Alpsray. Es wird viel Live-Musik, aber auch Tanz und Workshops geben. Der Trägerverein ist froh, dass es mit neuem Konzept weitergeht.

Hans-Peter Götzen macht einen extrem entspannten Eindruck. Und das, obwohl es im Bürgerzentrum Alpsray schwer nach Arbeit aussieht und noch jede Menge zu tun ist. „Wir sind sehr, sehr froh, mit Sami Durak endlich einen neuen Pächter gefunden zu haben und freuen uns darauf, dass es bald losgeht“, sagt der Vorsitzende des Trägervereins des Bürgerzentrums Alpsray.

Pächter für Gaststätten in dörflicher Lage zu finden, werde zunehmend schwieriger, weiß Götzen. Ganz besonders solche, die erfolgversprechende Konzepte in der Tasche haben und Erfahrung mitbringen. Mit den bislang letzten Pächtern, die das Bürgerzentrum unter dem Namen „Medley’s“ führten, gab es viel Ärger – man traf sich vor Gericht wieder. Götzen: „Jetzt soll es wieder vernünftig laufen.“

Neu gestrichen ist das Bürgerzentrum bereits. Dunkelrot statt knallgelb. Nun wird es sich auch innen verändern. Und das Lokal bekommt einen neuen Namen: „to hoop“. „Das kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet so viel wie „zusammen“ oder „gemeinsam“. „Das ist das, worauf es mir ankommt“, sagt Sami Durak. „Ich möchte, dass sich hier Menschen treffen, sich miteinander unterhalten und gute Live-Musik hören können.“ Café, Kneipe, Kultur, Biergarten – dieser Vierklang umreißt das to-hoop-Konzept.

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Neben besonderen Biersorten vom Fass wird es eine gutbürgerliche Karte geben. „Currywurst, Pasta, Salate, Bratkartoffeln, Tapas und Brot mit Oliven und Aioli werden wir anbieten“, versichert Sami Durak. Der 53-Jährige ist ein alter Hase im Veranstaltungsgeschäft. In Kooperation mit Gastronomiebetrieben wie der „Röhre“ in Moers oder dem „Steinbruch“ und dem „Grammatikoff“ in Duisburg hat er in den vergangenen 30 Jahren vor allem Blues-Acts auf die Bühnen gestellt. In der Rheinberger Stadthalle hat er dreimal die Rheinberger Blues-Party veranstaltet. Naheliegend, dass Durak, der aus Duisburg stammt und seit sieben Jahren in Moers lebt, den Saal für etwa 200 Personen nicht leerstehen lassen wird. Der neue Pächter: „Es wird regelmäßig Konzerte geben, und einmal im Monat wird zum Tanz eingeladen.“ Im Sommer heißt es draußen Grill & Groove, geplant sind Oldtimer-Treffen, Musikerflohmärkte und Workshops von Gitarrenbauern oder Mundharmonikaspielern. Nicht zu vergessen: Die Reihe „Open Stage“ wird wieder aufgelegt. Und ab dem 23. November ist an jedem vierten Freitag im Monat eine Blues-Session geplant. Durak: „Mit Andreas Obering, dem Obel von Till & Obel, wollen wir im Frühjahr mit einem Comedy-Mix beginnen.“

Geöffnet sein wird das „to hoop“ mittwochs und donnerstags von 16.30 bis 24 Uhr, freitags und samstags von 15 bis 1 Uhr und sonntags soll es ab Mitte Januar ab 10.30 Uhr Brunch geben. Zur Eröffnung am Freitag, 9. November, 19 Uhr, reichen Durak und seine Leute einen Begrüßungstrunk und frisch zubereitete Falaffeln.

Eine neue Theke aus Holzbohlen wartet auf ihren Einsatz. „Der Trägerverein hat neue Holztische und Stühle angeschafft“, sagt Dirk Winkel, Vorstandsmitglied des Trägervereins und einer von denen, die mit anpacken. Dem Neustart steht also nichts mehr im Weg.