Rheinberg: Nacht der Bibliotheken in der Stadtbibliothek Rheinberg an der Lützenhofstraße

Nacht der Bücherei : Generationentreff Stadtbibliothek

Die meisten Menschen würden auf die Frage, wo sie ihren Freitagabend verbracht haben, wahrscheinlich sagen: in einer Gaststätte, einem Restaurant, bei Freunden oder zu Hause auf der Couch. Wahrscheinlich aber nicht in der Bibliothek.

Genau dort jedoch fand am Freitagabend in ganz NRW die „Nacht der Bibliotheken“ statt. Rund 200 Bibliotheken hatten zu der Veranstaltung eingeladen, die vom Verband der Bibliotheken des Landes NRW bereits zum achten Mal organisiert wurde.

Ziel der Veranstaltung war es unter anderem, Menschen ohne Beziehung zu Bibliotheken diese als Ort des Austauschs und der Begegnung nahezubringen, wie Susanne Laschet, Ehefrau des NRW-Ministerpräsidenten und Schirmherrin, in ihrem Grußwort für den Verband der Bibliotheken NRW ausführte. Auch die Stadtbibliothek Rheinberg an der Lützenhofstraße machte bei der Nacht der Bibliotheken mit und öffnete nach den normalen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr ab 19 Uhr wieder ihre Pforten, um Interessierte zu der ungewöhnlichen Veranstaltung zu begrüßen.

Das Programm bestand dabei aus einer Mischung aus altbewährten Klassikern und kreativen Ideen. So gab es zum Beispiel ein „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Turnier, dessen Gewinner mit einem Theatergutschein belohnt wurde, oder das sogenannte Orimoto, die Wiederverwertung alter Bücher. „Wir wollten dieses Jahr extra Kinder jeden Alters ansprechen“, erklärte Manuela Atzor aus dem Bücherei-Team. Aber auch die Älteren kamen voll auf ihre Kosten, denn Angebote wie eine gemütliche Strickrunde oder ein Strick-Workshop waren ebenfalls zu finden. Und so war es eine bunt durchgewürfelte Mischung, die in der Stadtbibliothek anzutreffen war. Frauen und Männer beinahe jeden Alters erfreuten sich an dem reichhaltigen Angebot und der entspannten Atmosphäre. „Alt und Jung zusammen. So haben wir uns das gewünscht“, sagte Bibliotheksleiterin Gabriele Gratz-Stötzer. Die Aktion sei „etwas für Familien, die zusammen aktiv werden wollen“, so die Leiterin weiter. Passend dazu auch das diesjährige Motto „Mach es!“, das, wie Gratz-Stötzer erklärte, vor allem als Anregung zum Selbermachen und kreativ werden zu verstehen war. Das Programm und die Atmosphäre kamen auch bei den Besuchern überaus positiv an. „Ich finde es toll, wenn die Bibliothek ein Ort sein kann, wo sich Jung und Alt begegnen und zusammen Spaß haben können“, sagte eine ältere Dame, die an einer Strickrunde teilnahm.

Ein weiterer Höhepunkt war die „Happy Hour“, die es Neueinsteigern ermöglichte, bei einer Neuanmeldung die Jahresgebühr zu sparen. Bis 21 Uhr konnten Besucher noch den zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten nachgehen. Atzor und Gratz-Stötzer waren zufrieden mit der Besucheranzahl. Auch deswegen will man bei der nächsten „Nacht der Bibliotheken“ in zwei Jahren wieder teilnehmen.

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