Rheinberg: Nabu war 280 Stunden für die Rheinberger Kröten im Einsatz

Naturschutzbund : 280 Stunden für Rheinbergs Kröten im Einsatz

Der Naturschutzbund (Nabu) hat das Ergebnis der diesjährigen Aktionen zu den Krötenwanderungen mitgeteilt. Demnach haben 22 Helfer während der Wanderzeit innerhalb von sechs Wochen insgesamt 280 Stunden an ehrenamtlichem Einsatz vor Ort geleistet.

Die Wanderung erfolgte vom 28. Februar bis 9. April. Die Hilfe wurde aufgrund sehr kalter Temperaturen verbunden mit Starkwind zwei Mal für drei bis vier Tage unterbrochen.

Aufgrund des ausbleibenden Regens verlief die Wanderung der Erdkröten allerdings sehr schleppend. Lediglich an drei Tagen waren in einer Stunde zwischen 130 und 180 Tiere unterwegs. Gezählt wurden, vorwiegend in der Zeit von 21 bis 22.30 Uhr, 1263 Erdkröten (davon 84 tote Tiere) und 33 Molche. Im vergangenen Jahr waren es in fünf Wochen 2279 Erdkröten und 59 Molche. Auch in diesem Jahr gelang es den Helfern, den Bergmolch in geringer Zahl auf seiner Wanderung zu beobachten.

Im Allgemeinen lässt sich feststellen, dass sich Teilbereiche, in denen die Tiere sonst ihren Weg zum Gewässer nehmen, verändern. So wurden beispielsweise viel mehr Tiere in der Verlängerung der Rheinkamper Straße zwischen Hecklerweg und Im Winkel beobachtet als noch im vergangenen Jahr.

Auf der Von-Büllingen-Straße wurden während einer Beobachtungsrunde von einer Stunde – immer zur gleichen Zeit – 191 Erdkröten aufgesammelt, wovon 15 dem Durchgangsverkehr zum Opfer fielen. Auch in diesem Jahr haben sich die sogenannten Ausstiegshilfen in den Gullys bewährt. Es wurden keine Gully-Opfer gefunden.

Der mobile Amphibienzaun auf der Alpsrayer Straße wurde von 60 auf 200 Meter verlängert und mit 20 Eimern versehen, in die die Tiere bei der Wanderung fallen. Dort haben die Helfer bei den Eimerkontrollen morgens und abends in der Zeit vom 27. Februar bis 31. März 552 Erdkröten und 14 Molche vorgefunden und diese dann schließlich pflichtbewusst am Gewässer an der Heydecker Ley ausgesetzt.

In den abendlichen ein- bis eineinhalbstündigen Kontrollgängen wurden trotzdem noch 102 Kröten und ein Teichmolch sowie 37 tote Tiere im Bereich vor und jenseits des Zauns an der Straße Richtung Rheinberg aufgefunden. In Absprache mit der Lineg wird deshalb über eine weitere Verlängerung des Zauns nachgedacht.

Der Nabu bedankt sich bei allen Betroffenen für die Geduld und das Verständnis der Sperrmaßnahmen und für die Unterstützung durch die Ordnungsbehörden.

(RP)
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